Spielplätze in Leonberg 1,5 Millionen Euro für Spiel und Spaß

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Der Wasserspielplatz Silberberg wurde 2016 eröffnet und hat Maßstäbe gesetzt. Foto: Otto

Leonberg - Der Indianerspielplatz in Gebersheim, der Wasserspielplatz im Silberberg oder auch die Geräte für Groß und Klein im Stadtpark – das sind nur drei Spielflächen im Leonberger Stadtgebiet, die in den vergangenen fünf Jahren neu gestaltet wurden – und, was Spiel und Spaß betrifft, die Messlatte ziemlich hoch gelegt haben.

Der Finanzrahmen wird größer

42 öffentliche Spielplätze gibt es in Leonberg, darunter große Anlagen wie in Gebersheim, aber auch kleinere Flächen mit nur ein paar Geräten. Alle zehn bis 15 Jahre steht ein Platz zur Erneuerung an. Dazu sind weitere in Planung, etwa wenn ein Neubaugebiet entsteht wie auf dem alten TSG-Gelände oder auf dem Layher-Areal.

Um hier Struktur reinzubringen, aber auch besser planen und haushalten zu können, wurde 2014 die erste Spielplatzkonzeption vom Gemeinderat beschlossen. Diese legte für die Jahre 2015 bis 2017 fest, welche Anlagen erneuert oder neu angelegt werden und wie hoch der Kostenrahmen ist. Vorgesehen waren damals zwei größere und eine kleinere Anlage pro Jahr für 200 000 Euro jährlich. 2017 wurde die Spielplatzkonzeption für die Jahre 2018 bis 2020 fortgeschrieben. Damals wurde der jährliche Rahmen auf 250 000 Euro angehoben.

„Keine weiteren Kosteneinsparungen mehr möglich“

Nun hat der Gemeinderat die zweite Fortschreibung gebilligt. Diese sieht nun jährliche Ausgaben für Planung und Bau von Spielplätzen in Höhe von 395 000 Euro vor. „Die bisher freigegebenen Finanzmittel reichen nicht mehr aus, um zwei größere und entsprechend mehr kleinere Spielplätze zu erneuern“, begründet die Stadtverwaltung dies. „Darüber hinaus sind weitere Kosteneinsparungen innerhalb der Planung nicht mehr vertretbar, ansonsten können nur noch profane Spielplätze ohne baulich-gestalterische Impulse gebaut oder die Zahl der Spielgeräte muss weiter reduziert werden“, heißt es weiter. In einem Gespräch mit unserer Zeitung im Juli hatte Baubürgermeister Klaus Brenner auf die allgemeinen Preissteigerungen im Bau- und Landschaftsbaugewerbe hingewiesen. Diese wirkten sich auch aus, wenn Spielflächen geplant oder gebaut würden.

Zehn Spielplätze stehen nun in den kommenden drei Jahren an. „Nachdem in den letzten Jahren hauptsächlich größere Stadtteilspielplätze erneuert wurden, soll in den nächsten Jahren der Schwerpunkt zunehmend auf mittelgroßen Spielplätzen liegen“, heißt es in der Drucksache. Zwei weitere – Pfad III in Höfingen (Fontanestraße) und Tiroler Straße – wurden mit dem Gesamtpaket verabschiedet, sie sollen noch in diesem Herbst umgesetzt werden. Der Jugendausschuss Leonberg hat hierbei beantragt, die besonderen Belange der Inklusion zu berücksichtigen.

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