Sommergespräche in Leonberg Christoph 41: Erfolgsmodell für die Region

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In den vergangenen Wochen ist der Druck größer geworden, dass der Rettungshubschrauber Christoph 41 am Krankenhaus Leonberg bleibt.

Murschel: Zu Recht. Die 35 Jahre am Krankenhaus sind nicht nur ein Erfolgsmodell für Leonberg, sondern für die gesamte Region. Hier gibt es durch die Autobahnen besonders viele Unfälle und die Notfallversorgungen am Boden sind besonders schwer, weil die Rettungswagen nicht durchkommen.

Das vom Innenministerium ins Feld geführte Gutachten spricht von schlechter versorgten Gebieten im Süden.

Murschel: Das vorläufige Gutachten ist zwei Jahre alt und eine rein mathematisch-statistische Betrachtung. Hier haben wir einen starken Bedarf und eine intakte Infrastruktur, bei der die medizinische Kompetenz unseres Krankenhaus direkt der Notfallversorgung zugute kommt. Deshalb unterstützen wir auch die Petition für Christoph 41.

Damit liegen Sie voll auf Linie mit Martin Georg Cohn. Wie ist denn Ihr Verhältnis zum Oberbürgermeister mittlerweile?

Murschel: Mit seinem Konzept „Stadt für morgen“ hat er einen Strauß interessanter Ideen. Nachdem im kommunalen Klimaschutz lange nichts passiert ist, wurde mit der Ausschreibung der Stelle des Klimaschutzmanagers ein gordischer Knoten durchschlagen. Noch vor einem Jahr hatten die Freien Wähler diese wichtige Position als „Grüß-Gott-Onkel“ bezeichnet. Aber da scheint die Verwaltungsspitze schon weiter. Auch die neue Erste Bürgermeisterin Josefa Schmid hat ja mehrfach betont, wie wichtig sie einen Klimaschutzbeauftragten hält. Das geht genau in unsere Richtung.

Sommergespräche

Bernd Murschel
 Seit 1989 sitzt der promovierte Agrarwissenschaftler im Gemeinderat, seit 2009 führt er die Fraktion. Aus dem Landtag schied der 64-Jährige in diesem Frühjahr nach 15 Jahren und drei Perioden auf eigenen Wunsch aus.

Birgit Widmaier
 Wenn es um städtische Ausgaben geht, hat die 59-Jährige ein besonders kritisches Auge. Sie hat gleichwohl ein Herz für Kultur- und Sozialprojekte.

Serie
 In den Sommerferien bitten wir die Leonberger Fraktionen zum Interview. Den Ort des Gespräches bestimmen sie.

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