Schnelltestzentrum in Leonberg Landrat rechnet mit mehreren tausend Tests

Von red
Mehrere große Schilder weisen den Weg zum Eingang des Schnelltestzentrums in der alten Leonberger Post. Foto: Landratsamt

Leonberg - Das Schnelltestkonzept des Landkreises Böblingen ist komplett. Mit dem Testzentrum Leonberg, das seit Montag geöffnet hat, gibt es nun das fünfte im Kreis. „Flächendeckend im ganzen Landkreis können sich die Menschen jetzt auf kurzen Wegen testen lassen“, freut sich Landrat Roland Bernhard. Vor dem Hintergrund der zeitgleich startenden Aktion im Landkreis, dass sich alle Einwohnerinnen und Einwohner zwei Mal pro Woche kostenlos testen lassen können, sei das besonders wertvoll. Apothekerin Miriam Sachs von der h&h Apotheke am Marktplatz hat das Zentrum im Gebäude der alten Hauptpost in der Eltinger Straße eingerichtet.

Bei positivem Schnelltest folgt gleich ein PCR-Test

Der Landrat machte sich gemeinsam mit Leonbergs Citymanagerin Nadja Reichert, die unterstützend bei dem Projekt tätig war, zur Eröffnung vor Ort ein Bild. Zentrales Kriterium des Landkreiskonzeptes ist die Zusammenarbeit der Schnelltestzentren mit einer angesiedelten Arztpraxis. „So stellen wir sicher, dass positive Abstriche direkt via PCR-Test verifiziert werden und insbesondere die Meldung an das Gesundheitsamt über die üblichen Wege gewährleistet ist“, erklärt Bernhard. In Leonberg arbeitet Miriam Sachs mit der Praxis von Rainer Merk und Sabine Mundinger zusammen.

„Uns war es wichtig, ein zentral gelegenes, barrierefreies Gebäude zu finden, das fußläufig sowie mit dem Bus und dem Auto gut zu erreichen ist, um vielen Menschen, auch über Leonberg hinaus, einen schnellen Zugang zum Test zu ermöglichen“, sagt der Leonberger Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. „Das ist uns mit der ehemaligen Post gelungen. Daher danke ich dem Landrat, dass er meine Forderung nach einem Schnelltestzentrum in Leonberg aufgegriffen hat und wir gemeinsam das Projekt umgesetzt haben.“

Bis zum 8. März sind Tests für Kreisbewohner kostenlos

Am Eingang finden sich alle Infos gebündelt. Foto: Landratsamt
Die Anmeldung läuft über die Internetseite www.corona-schnelltest-leonberg.de, das Ergebnis kommt via App aufs Smartphone. Das Schnelltestzentrum Leonberg hat montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Bis zum 8. März können sich alle Kreisbewohner bis zu zwei Mal pro Woche kostenlos in einem der fünf Zentren testen lassen. Diese Option findet sich auf der Internetseite allerdings ganz am Ende der möglichen Optionen. Grundsätzlich hat jeder ab zwölf Jahren die Möglichkeit, dort einen Schnelltest machen zu lassen. Für einige Berufsgruppen gibt es Berechtigungsscheine, da wird der Test über den Arbeitgeber oder das Land abgerechnet. Ansonsten kostet ein Schnelltest 29 Euro, etwa für Bewohner anderer Landkreise.

Wer das Ergebnis schriftlich benötigt, muss eine Extra-Gebühr zahlen. Dies sei schon immer so praktiziert worden, heißt es aus dem Landratsamt. Man habe aber Absprachen mit allen Kliniken und Heimen im Kreis getroffen, dass es reicht, die Mitteilung über das negative Testergebnis auf dem Handy vorzuzeigen. Wer Angehörige in Heimen oder im Krankenhaus besuchen möchte, kommt nur mit negativem Testergebnis rein. Der Schnelltest darf dabei nicht älter als 48 Stunden sein.

Kostenlose Tests mit Blick auf Lockerungen

„Vor dem Hintergrund sinkender Zahlen steigen die Erwartungen nach Lockerungen“, begründet Roland Bernhard diesen Schritt. „Lockerungen bringen eine Steigerung der Kontakte mit sich und damit ein wachsendes Risiko. Dem wollen wir mit den kostenlosen Schnelltests begegnen“, erklärt der Landrat. „Wir rechnen in diesen vier Wochen mit mehreren tausend Tests und werden anschließend im Kreistag darüber beraten, wie wir weiter verfahren.“

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