Schnelles Internet in Leonberg Kostenloser Glasfaseranschluss bis in den Keller

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Bis 15. Dezember läuft die Vorvermarktung in Leonberg. Foto: Pixabay

Leonberg - Wer jetzt nicht mitmacht, ist selber Schuld.“ Da sind sich Daniel Pötzsch, Oliver Kikillus und Joachim Heller einig. Die beiden Aktiven der Agendagruppe Glasfaser und der Vorsitzende der Werbegemeinschaft „Faszination Altstadt“ meinen damit die aktuell laufende Vorvermarktung von Glasfaseranschlüssen durch die Telekom in der Leonberger Innenstadt mit Eltingen.

Rund 12 000 Haushalten bietet der Telekommunikationskonzern hier gerade die Möglichkeit an, sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis in den Keller verlegen zu lassen. Die Vorvermarktung läuft bis zum 15. Dezember. Jetzt heißt es, sich zu sputen. „Wird die erforderliche Quote von 2100 Vorverträgen erreicht, wird ausgebaut“, sagen Pötzsch und Kikillus und beziehen sich auf die sehr erfolgreiche Aktion in Warmbronn und im Ramtel, wo seinerzeit problemlos die nötige Quote von 1500 Vorverträgen (mehr als 1900 sind zustande gekommen) geknackt wurde und die Arbeiten bereits laufen. „Wir dachten, dass das in Leonberg zum Selbstläufer wird, müssen aber leider feststellen, dass es nicht optimal läuft“, zieht Daniel Pötzsch ernüchtert eine vorläufige Bilanz.

Vermarktung läuft woanders besser

Etwa 1400 Vorverträge sind bisher eingegangen, weiß die Agendagruppe. Als Beispiel nennt Kikillus andere Orte, wo die Vermarktung parallel zu Leonberg läuft: Möhringen hat 200 Prozent der Quote erfüllt, auch in Stuttgart-Hofen (98 Prozent), Fellbach (102), Esslingen (77) und in Malmsheim (68)läuft es besser.

Die Agendagruppe und auch die Werbegemeinschaft „Faszination Altstadt“ hätten sich mehr Information für die Bürger seitens der Stadt gewünscht. „Glasfaser ist entscheidend für die Attraktivität eines Standortes. Da hätte vielleicht ein Informationsbrief des Oberbürgermeisters viele Bürger hellhörig für das Thema gemacht“, sagt Daniel Pötzsch. „Auch bei unseren regelmäßigen Treffen des Stadtmarketings ist kein Wort darüber gefallen“, bemängelt Joachim Heller.

Deshalb hat die Agendagruppe einen Flyer gestaltet und zusammen mit freiwilligen Helfern an rund 10 000 Haushalte verteilt. „Wir haben großartige Unterstützung erfahren“, berichten Pötzsch und Kikillus. Mehrere Hundert Flyer wurden in Geschäften ausgelegt. Heller seinerseits hat den Part übernommen, über das Netzwerk der „Faszination Altstadt“ und das seiner unzähligen Bekanntschaften in der Altstadt die Werbetrommel zu rühren.

Agendagruppe hofft auf viele Interessenten

Natürlich gehe es dem Telekomkonzern auch darum, mit dem Glasfaseranschluss später Geld zu verdienen. Darüber sind sich die drei im Klaren. „Aber es gibt drei Aspekte in dem Angebot, die sind unschlagbar“, sagt Pötzsch. „In der Zeit der Vorvermarktung kann man sich einen kostenlosen Anschluss sichern – danach kostet das 800 Euro“, listet er auf. „Für Immobilienbesitzer, und die sollten langfristig denken, ist es auch kostenlos, wenn sie keinen Tarif der Telekom buchen“, lautet ein weiteres Argument. „Und nicht zuletzt ist das Netz der Telekom nach zwei Jahren frei für alle Anbieter“, schildert das Agenda-Mitglied. Deshalb wünscht sich Pötzsch, dass sich viel mehr als die erforderlichen 2100 Interessenten anmelden. „Es wäre schade, wenn 100 Prozent der Straßen aufgerissen werden und nur knapp 20 Prozent der Gebäude einen Anschluss bekommen.“

„Mein erster Gedanke war auch: Wozu brauche ist das?“, gibt Heller zu. „Aber in Zukunft wird jeder Immobilien-Interessent, Ladenbetreiber oder Mieter nach einer leistungsfähigen Datenübertragung fragen – und da ist Glasfaser unschlagbar“, sagt er überzeugt. „Ein solcher Anschluss wertet die Immobilie sehr stark auf“, argumentiert er schwäbisch.

Agenda bündelt Informationen

Infos zur Vorvermarktung hat die Agendagruppe auf ihrer Homepage zusammengetragen: www.glasfaser-leo.de. Für Fragen und Beratung sind die Mitglieder per E-Mail erreichbar: kontakt@glasfaser-leo.de. „Wir empfehlen Interessenten, direkt zur Telekom im Leo-Center zu gehen oder online zum Bestellformular“, raten Pötzsch, Kikillus und Heller.

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