Saisonbeginn am 26. Juni Naturtheater Renningen zeigt zwei neue Stücke

Von Kathrin Klette
Nach einer coronabedingt kurzen Theatersaison laden die Darsteller des Naturtheaters im Advent zu ein paar weihnachtlichen Theaterspaziergängen ein. Foto: Naturtheater Renningen

Renningen - Ob sie online oder zusammen proben können, das entscheidet das Naturtheater Renningen erst in wenigen Wochen. Doch dass sie proben, das steht in jedem Fall bereits fest. Die Termine für die kommende Theatersaison wurden bereits bekanntgegeben, ebenso die Stücke, die die Schauspieler einstudieren. Das Publikum darf sich dieses Jahr auf „Aladin und die Wunderlampe“ als Theater für die Familie freuen sowie auf „Das Gespenst von Canterville“ nach Oscar Wilde. Erste Aufführung für das Familientheater ist am 26. Juni, das Theater am Abend feiert am 2. Juli Premiere.

Zwei überaus turbulente Jahre liegen hinter dem Naturtheater. Im Jahr 2020 konnten die Darsteller aufgrund der Pandemie gar nicht auftreten. Selbst im vergangenen Jahr war lange nicht klar, wo die Reise hingeht. Letztlich feierte das Team mit „Sherlock Holmes“ und „Tischlein, deck dich“ trotz jeder Menge Regen eine erfolgreiche Saison – wenn auch eine etwas kürzere als sonst. Erst Ende Juli hatten beide Stücke Premiere.

Theaterspaziergänge sind gut besucht

Die Proben für die neue Saison beginnen zwar erst Ende Januar, dem Schauspiel haben sich die Darsteller trotzdem gewidmet. Im Advent luden sie zu einigen weihnachtlichen Theaterspaziergängen in Malms­heim ein. An unterschiedlichen Stationen führten die Schauspieler für die Teilnehmer kurze weihnachtliche Szenen auf. „Das war wirklich sehr schön, und die fünf Termine waren alle gut besucht“, erzählt die Pressesprecherin Laura Finckh. „Insgesamt hatten wir auf den Spaziergängen 160 Zuschauer.“

Die neuen Stücke für die nächste Saison stehen bereits fest: „Aladin und die Wunderlampe“ und „Das Gespenst von Canterville“. Bei Aladin dürften die meisten sofort die beliebte Verfilmung von Walt Disney mit ihren eingängigen Hits von Alan Menken im Kopf haben. In Stuttgart wird derzeit das auf dem Film basierende Musical gezeigt. Doch damit hat das Stück vom Naturtheater nichts zu tun, erklärt Laura Finckh. „Wir hatten einfach Lust, mal wieder ein orientalisches Märchen aufzuführen.“ Die Autorin Janne Wagler orientierte sich dafür am Original-Märchen aus 1001 Nacht über die Abenteuer des jungen Aladin, das sie für die Bühne neu adaptiert hat. Getanzt wird trotzdem – diesmal unter der Leitung der neuen Choreografin Amelie Kienzle.

Wieder mehr Humor auf der Bühne

Mit „Das Gespenst von Canterville“ will sich das Naturtheater außerdem wieder auf komödiantische Pfade begeben. „Wir hatten zu den ernsten Stücken keine negativen Rückmeldungen, aber wir als Ensemble hatten einfach Lust, wieder etwas Humorvolleres zu machen.“ Das Stück über den Schlossgeist bot eine gute Basis für die neue Bühnenfassung des Autors Jürgen von Bülow. Der humoristische Aspekt soll darin noch stärker hervorgehoben werden.

Für die „Corona-Saison“ 2021 wurden die Stücke extra so umgeschrieben, dass die Darsteller auf der Bühne einen Mindestabstand zueinander einhalten können. Darauf haben die Autoren in diesem Jahr verzichtet, die Stücke wurden für eine ganz normale Aufführung geschrieben.

Vereinsheim wird derzeit renoviert

„In der Regel verteilen wir Mitte Januar die Rollen und beginnen dann mit den Proben“, so Finckh. Wegen Corona wird sich das wohl leicht verschieben. „Wir möchten noch die Ministerkonferenz am 17. Januar abwarten. Danach entscheiden wir, ob wir zunächst wieder online proben müssen oder ob wir uns wieder gemeinsam vor Ort treffen können.“ Langweilig wird es dem Verein bis dahin nicht. Das Naturtheater renoviert derzeit sein Vereinsheim, das sich auf dem Gelände der Freiluftbühne befindet. Um das nötige Geld dafür zusammenzubekommen, sammeln die Mitglieder Spenden, das Spendenziel lautet 4000 Euro.

Neuigkeiten Weitere Infos finden sich online unter www.naturtheater-renningen.de.

Die Naturtheater-Saison startet am 26. Juni

Aladin und die Wunderlampe
 Aladin wohnt mit seiner Mutter in der bunten Stadt Chandrighar. Hier begegnet er der Sultanstochter Suleika, die andere Pläne als ihr Vater der Sultan Salman hat. Zugleich sucht ein heimtückisches Paar den „Einen“, der ihnen bei der Erfüllung ihres teuflischen Plans hilft. Dafür müssen sie eine Kraft freisetzen, die schon lange verborgen liegt – in einer uralten, unscheinbaren Messinglampe. Doch nur einer kann sie holen: Es ist der junge Aladin. Die Inszenierung ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet. Das Stück wird zwischen dem 26. Juni und dem 21. August gezeigt.

Das Gespenst von Canterville
 Seit Jahrhunderten treibt das Gespenst von Canterville in dem alten Herrenhaus sein Unwesen und vertreibt jeden neuen Besitzer erfolgreich. Eines Tages kauft die amerikanische Familie Otis das Spukschloss und zeigt sich von den Künsten des Gespenstes wenig beeindruckt. Als sich die Familie sogar über den alten Geist lustig macht, will dieser das Schloss verlassen. Doch die treue Haushälterin hat einen Plan: Sie bittet die berühmtesten Spukgestalten um Hilfe, engagiert teure Gespenster-Coaches und gestattet blutjungen Gespenstern, die modernsten Methoden des analogen und digitalen Schauderns auszuprobieren. Ein aberwitziger Kampf nimmt seinen Lauf, doch das Gespenst von Canterville vermisst mehr und mehr das gute, alte Geschäft des Gespensterhandwerks. Das Theater am Abend wird zwischen dem 2. Juli und 28. August gezeigt.

Kartenvorverkauf
 Wegen coronabedingter Unwägbarkeiten werden Tickets dieses Jahr wohl erst ab April verfügbar sein, nicht wie sonst schon ab März. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an karten@naturtheater-renningen.de sowie an info@naturtheater-renningen.de. 

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