Rutesheim Auch die letzte Haltstelle wird barrierefrei

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An der nördlichen Bushaltestelle Minigolfplatz werden künftig der Warte- und Einstiegsbereich vom Geh- und Radweg getrennt. Foto: Jürgen Bach/Jürgen Bach

Rutesheim - Auch die Bushaltestelle Minigolfplatz Nord wird barrierefrei umgestaltet. Der Gemeinderat Rutesheim hat jüngst die Gesamtkosten von rund 158 000 Euro genehmigt. Die Arbeiten werden gemeinsam mit dem barrierefreien Umbau der beiden Bushaltestellen Festhalle (an der Flachter Straße) im nächsten Jahr erfolgen.

Die beiden Bushaltestellen an der Festhalle sollten barrierefrei umgebaut werden, wofür ein Zuschuss vom Land beantragt wurde. Die Förderung ist grundsätzlich möglich, und das Regierungspräsidium Stuttgart hat das Vorhaben auch ins Förderprogramm 2021 bis 2025 aufgenommen.

Allerdings gibt es für diese Förderung eine „Bagatellgrenze“ von 100 000 Euro, und die Beträge dafür richten sich nach Pauschalen für den klassischen Umbau. Diese Grenze wäre mit den beiden Haltestellen nicht erreicht worden, und so hat die Stadt nun als dritte Bushaltestelle (Minigolfplatz) aufgenommen – damit wird besagte Bagatellgrenze überschritten und die Förderfähigkeit für den Umbau aller drei Bushaltestellen erreicht.

Verkehrssicherheit geht vor

Entschieden hat sich das Gremium für die Variante, bei der Wartebereich und Geh- beziehungsweise Radweg aus Gründen der Verkehrssicherheit getrennt werden. Bei einer Mischfläche könnten sich insbesondere Konflikte mit aussteigenden, möglicherweise auch mobilitätseingeschränkten Personen ergeben.

Hinzu kommt, dass hier künftig auch Reisebusse halten werden, um Personengruppen aussteigen zu lassen, die die benachbarten Freizeiteinrichtungen als Ziel haben. Bei der An- und Abreise sind deshalb größere Personengruppen an der Bushaltestelle zu erwarten – sicherlich auch Eltern mit Kindern. Daher wird Radverkehr hinter dem Ein-/Ausstiegsbereich und der Wartefläche vorbeigeführt.

Die Gesamtkosten für die Haltestelle Minigolfplatz betragen rund 158 000 Euro. Die Kostenschätzung für den barrierefreien Umbau der beiden Bushaltestellen Festhalle beläuft sich auf 165 000 Euro. Also kann mit einer Förderung von rund 115 600 Euro für alle drei Bushaltestellen gerechnet werden.

Zahlreiche Haltestellen umgebaut

„Die Stadt Rutesheim hat bereits enorm in den Umbau und Neubau von barrierefreien Bushaltestellen investiert und wird diesen Umbau fortsetzen“, sagt der Erste Beigeordnete Martin Killinger. Barrierefrei sind in Rutesheim die Haltestellen Dieselstraße (jeweils zwei), Drescherstraße (zwei), Gebiet Steige (eine), Heuweg (eine), Keplerstraße (eine), Lessingstraße (eine), Minigolfplatz Richtung Rutesheim (eine), Pforzheimer Straße/Gewerbegebiet am Autobahnanschluss (eine), Rathaus (drei), Widdumhof (zwei) sowie in Perouse Hauptstraße (zwei) und Wilhelm-Kopp-Straße (zwei).

Die drei Haltestellen am ehemaligen Bosch-Gelände können nur im Zusammenhang mit der Umwandlung des Areals in ein Wohngebiet umgebaut werden. Die weiteren Haltestellen im Stadtgebiet sind Schulbushaltestellen, die nicht bis zum 1. Januar umgebaut sein müssen. Oder es sind Haltestellen direkt bei Grundstückszufahrten. Deshalb können hier die für die Barrierefreiheit notwendigen 18 Zentimeter messenden Hochbordsteine nicht eingebaut werden.

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