Rettungshubschrauber in Leonberg Weitere Fürsprecher von Christoph 41

Von Ulrike Otto
Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans Dieter Scheerer und auch der Förderverein des Krankenhauses Leonberg drängen darauf, dass Christoph 41 in Leonberg bleibt. Foto: privat

Leonberg - In die Debatte um den Verbleib des Rettungshubschraubers Christoph 41 am Standort Leonberg hat sich nun mit Hans Dieter Scheerer (FDP) auch ein Landtagsabgeordneter eingeschaltet. „Der Rettungshubschrauber ist ein unersetzlicher Teil der Notfallrettung in der Region und sollte deshalb unbedingt auch hierbleiben“, sagt der Liberale laut einer Pressemitteilung. Von der Einsatzfähigkeit des Hubschraubers sowie der Expertise und dem Fachwissen der beteiligten Ärzte habe er sich erst kürzlich selbst bei einem Besuch der Luftrettungsstation im Leonberger Krankenhaus vergewissern können, berichtet der Weil der Städter.

Entzündet hat sich die Debatte an einer Bedarfsanalyse, die die Landesregierung zur Luftrettung in Auftrag gegeben hat. Diese empfiehlt, Christoph 41 auf eine Achse zwischen Tübingen und Reutlingen zu verlegen, um eine schnellere Notfallversorgung der Menschen der südlichen Schwäbischen Alb zu ermöglichen. Für den Verbleib des Hubschraubers am Krankenhaus in Leonberg, der von der DRF Luftrettung betrieben wird, hatte es zuletzt zahlreiche Fürsprecher gegeben. So wurde unter anderem von den Leitern der Leonberger Hilfsorganisationen DRK, THW und Feuerwehr eine Online-Petition gestartet.

Diese Unterstützung sollte „der Landesregierung zu denken geben, ob die Entscheidung basierend auf einem einzigen Gutachten wirklich die richtige ist“, sagt Scheerer. „Genau diese Fachleute wissen, wie die Notfallrettung Tag für Tag abläuft, und können einschätzen, wie wichtig die Luftrettung für die Region ist.“ Er habe deshalb ein Schreiben an das Sozialministerium von Minister Lucha gerichtet, um Antworten auf die zahlreichen offenen Fragen zu bekommen, so Scheerer weiter.

Der Jurist führt wie die Petitenten den starken Verkehr in der Region Stuttgart als Argument für den Verbleib des Rettungshubschraubers ins Feld. „Die Landesregierung riskiert hier die medizinische Notfallversorgung einer ganzen Region auf Basis eines Gutachtens, dass viele Experten vor Ort als unrealistisch bezeichnen,“ kritisiert der FDP-Landtagsabgeordnete.

Auch der Förderverein des Krankenhauses Leonberg will sich für einen Verbleib in Leonberg einsetzen und begrüßte die bisherigen Initiativen in dieser Sachen, etwa durch den Böblinger Landrat Roland Bernhard. „Der Vorstand wird all seine Möglichkeiten nutzen, dass der Rettungshubschrauben auch künftig in Leonberg stationiert bleibt“, sagt der Vorsitzende Willi Burger.

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Sein Stellvertreter Helmut Noë, unter anderem auch Chef der CDU-Kreistagsfraktion in Böblingen und Mitglied der Regionalversammlung, fügt hinzu: „Wir haben in einem Rundschreiben unsere Mitglieder gebeten, die Online-Petition mit ihrer Unterschrift zu unterstützen, und sie darüber hinaus gebeten, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis für die Teilnahme an der Petition zu werben.“ Eine Verlegung würde nach Ansicht des Fördervereins nur zu einer Verschlechterung des Krankentransports in der Region Stuttgart ohne wesentliche Verbesserung im südlichen Landesteil führen.

Online-Petition

www.openpetition.de/petition/online/rettungshubschrauber-christoph-41-muss-in-leonberg-bleiben

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