Renninger Krippe Zwischen Matterhorn und Berg Sinai

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Die Krippe nimmt Form an. Eröffnung ist am 15. Dezember. Foto: factum/Jürgen Bach

Renningen - Seit 40 Jahren verschönert die Renninger Krippe vielen Menschen weit    über die Grenzen Renningens hinaus die Advents- und Weihnachtszeit. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“. Beginn ist am Sonntag, 15. Dezember. Mit viel Mühe verwandeln der Pfarrer Franz Pitzal und ehrenamtliche Helfer die Martinuskirche in Malmsheim gerade in eine eindrucksvolle Berglandschaft, vor der die Figuren der Renninger Krippe aufgestellt werden.

Hoch ragen sie auf am hinteren Ende des Malmsheimer Kirchenschiffs: Der Berg Sinai, daneben die Akropolis in Athen und sogar die hoch gelegene Abtei Montecassino, eines der bedeutendsten geistlichen Zentren des Mittelalters. Die Wirkungsstätten auf den Berg­gipfeln – gemalt von Franz Pitzal – sind klar zu erkennen. Die Landschaft darunter ist in grüne Stoffe gehüllt, sodass der ­Eindruck eines weiten grünen Hügels ­entsteht. Und über allem schwebt ein malerischer dunkelblauer Sternenhimmel.

Diese „Gebirgskette“ ist eine von vier Themenlandschaften, die die Wände des Gotteshauses rechtzeitig zur Eröffnung der Krippe zieren werden. Neben den genannten „Lebensbergen“ gibt es noch die „Weltberge“, berühmte Vertreter wie das Matterhorn oder der Uluru in Australien, die „Schwäbischen Berge“ und natürlich die „Biblischen Berge“: vom Berg der ­Seligpreisungen bis hin zum Zionsberg und dem brennenden Dornbusch. Anders als die Lebensberge thronen sie aber nicht in schwindelerregender Höhe über den Besuchern, sondern zieren vor allem als Gemälde die Kirchenwände. Veranschaulicht wird die Bedeutung dieser Wirkungsstätten durch die Krippenfiguren von ­Hildegard Buchhalter, die immer in passender Weise dazu angeordnet sind.

Sammeln für einen guten Zweck

Der Eintritt für die Krippe ist wie immer frei (mit Ausnahme einzelner Veranstaltungen), allerdings wird um Spenden gebeten. Dieses Mal sollen sie an Hochwasseropfer in Indien gehen sowie an die Opfer eines Terroranschlags in Sri Lanka. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Gruppen hinzukommen, an die Teile des Krippengeldes fließen. Anfragen gibt es genug, sagt Franz Pitzal. „Ich bekomme Briefe auch aus Gegenden, wo die Menschen einfach verhungern.“

Entsprechend ist das Berg-Motto zugleich ein metaphorisches, erklärt der Pfarrer. Denn viele Probleme in der Welt erscheinen einem ebenso groß wie Berge, „dass man überhaupt nicht darüber sehen kann“. Zugleich wolle er mit der Krippe aber auch Hoffnungszeichen aufzeigen, wie das Engagement der Jugend oder die lebendige Ökumene.

Bereits vor der Kirchentür wird auf die positiven Auswirkungen der Krippe hingewiesen, die nun ihren 40. Geburtstag feiert. „Diesmal sind wir zeitlich ein ­bisschen im Verzug“, verrät Pitzal. Das ­Aufstellen der Berge hat sich doch als aufwendiger erwiesen, als zunächst angenommen. „Aber wir schaffen das schon.“

Eröffnung

Am 3. Advent wird die Krippe in der Martinuskirche (Westerfeldstraße 19) eröffnet. Um 9.30 Uhr findet ein Gottesdienst statt, die offizielle Eröffnung ist um 18 Uhr. Danach ist die Krippe bis zum Ende der ­Weihnachtszeit (2. Februar) täglich geöffnet, Besichtigungen sind allerdings nur außerhalb von Veranstaltungen und Gottesdiensten möglich. Weitere Infos zum Programm finden sich online unter se-clebora.drs.de oder unter renninger-krippe.de. Der Eintritt ist frei, um Spenden für wohltätige Zwecke wird gebeten.

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