Renningen So werden Unternehmen digital

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Wie können sich lokale Unternehmen digital aufstellen? Antworten auf diese Frage haben Renninger Unternehmen beim Pop-up-Labor bekommen. Foto: Pixabay/cf

Renningen - Die Themen Digitalisierung und Innovation werden in den nächsten Tagen in Renningen besonders großgeschrieben. Denn von Mittwoch, 21. Juli, bis Donnerstag, 29. Juli, dreht sich in einem Pop-up-Labor, einer Art „Fitnessstudio der Innovation“, wie die Veranstalter es nennen, alles um die Gestaltung der digitalen Transformation. Zielgruppen sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, kurz KMU.

Chancen für Unternehmen

Neue digitale Geschäftsmodelle, Erfolgsmodelle für Gründerinnen und Gründer, Chancen für Startups sowie Netzwerken stehen auf dem umfangreichen Programm der Veranstaltungsreihe.

Bei 17 Workshops – zehn in Präsenz, sieben online – sowie drei Sonderveranstaltungen geht es etwa darum, wie ein lokales Unternehmen in Google gefunden werden und neue Kunden in der Region gewinnen kann, um künstliche Intelligenz, die Zukunft der Arbeit, aber auch um die Beantwortung der Frage: Was steckt alles in einem autonomen Rasenmäher? Weiter können Führungskräfte von Airline-Piloten lernen oder sich über die Unternehmensnachfolge informieren.

Was ist das Pop-up-Labor?

„Wir haben uns als Stadt für dieses Pop-up-Labor beworben und freuen uns, dass es jetzt hier stattfinden kann“, sagte Bürgermeister Wolfgang Faißt (Freie Wähler) bei der Vorstellung des Programms. Die treibende Kraft dabei ist die Wirtschaftsförderin Alicia Paulus. Ins Leben gerufen hat diese Veranstaltungsreihe, die jetzt zum 9. Mal stattfindet, der Technologiebeauftragte der Landesregierung, der beim Wirtschaftsministerium angesiedelt ist.

Dessen Geschäftsstellenleiter Rainer Nägele sagte, KMU gäben tendenziell immer weniger Geld für Forschung und Entwicklung aus. Innovation sei gerade in kleineren Betrieben meistens Chefsache, so Nägele. Der Chef habe aber oft keine Zeit, sich darum zu kümmern. „Hier Orientierung zu geben, dafür ist das Pop-up-Labor da.“ Deswegen suche man die lokale Nähe, biete niederschwellige Themen mit passender Ansprache an und wolle nah an den Anforderungen der Firmen dran sein.

Podcast und Storytelling

In den acht vorangegangenen Pop-up-Laboren im Land, etwa im Main-Tauber-Kreis, in der Region Bruchsal oder in Ost-Württemberg, nahmen an 160 Veranstaltungen rund 3500 Menschen teil, zwei Drittel davon aus dem Kreis der KMU. Als in der Vergangenheit besonders nachgefragte Themen nannte der Projektleiter des Fraunhofer Instituts, Norbert Fröschle, der die Labore zusammenstellt, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, dies sei gerade in der Corona-Pandemie aktueller denn je. Hierfür wird in Renningen ein dreistündiger Workshop angeboten.

Beliebt seien auch Podcast und Storytelling als Marketing Tools – auch das steht in Renningen auf dem Programm. „Jedes Programm ist ein Unikat und kommt mit Beteiligung der örtlichen Akteure zustande“, so Fröschle. Eine Besonderheit in Renningen ist das „Digitalisierungs-Barcamp“, ein freier Workshop, dessen Themen von den Teilnehmenden festgelegt werden.

So werden lokale Unternehmen sichtbar

Am Pop-up-Labor als „Innovationswerkstatt für kleine und mittelständische Unternehmen“ in Renningen ist eine Vielzahl von Akteuren beteiligt, beispielsweise der Verein Senioren der Wirtschaft im Kreis Böblingen. Deren Mitglieder sind mit vier Präsenzveranstaltungen vertreten, in denen es um Sanierung und Nachfolge geht, wie Thomas Röhmer erläuterte. Mit einem Infobus im Retrolook, dem „inmybus“ kommen die Vertreter des Zentrums für Digitalisierung Region Stuttgart aus Böblingen auf den Parkplatz bei der Mediathek.

In davor aufgestellten Pavillons gibt es ein umfangreiches Info-Angebot und einen Digitalisierungs-Workshop. An einem besonderen Ort, nämlich dem Geschäft Blumengarten Marquardt, findet am Dienstag, 27. Juli, eine Podiumsdiskussion statt zum Thema „Chance Digitalisierung – Lokale Unternehmen werden sichtbar“.

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Derzeit ist etwa die Hälfte der Plätze für die Vorträge und Workshops belegt. Viele Interessierte würden sich kurzfristig anmelden. Zur Teilnahme an den kostenlosen Veranstaltungen, für die es auch eine Bescheinigung gibt, ist coronabedingt eine Anmeldung nötig. Die üblichen Hygienekonzepte müssen eingehalten werden.

Informationen
Alle Veranstaltungen mit weiterführenden Infos sind auf der Seite www.popuplabor-bw.de zu finden. Dort kann man sich auch anmelden.

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