Renningen Hesse-Bahn: Neue Kritik

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Die Hesse-Bahn soll mit der Schönbuchbahn (im Bild) Foto: LKZ-Archiv

Renningen - Der große Durchbruch ist von den beiden Landräten Roland Bernhard (Böblingen) und Helmut Riegger (Calw) verkündet worden. Die Hesse-Bahn von Calw bis Renningen mit der Schönbuchbahn betrieblich zu verbinden, das soll der Fahrplan sein. Die Bürgerinitiative Malmsheim will sich damit nicht anfreunden. „So wollen jetzt die beiden gut befreundeten Landräte die Hesse-Bahn nach ihren Vorstellungen durchsetzen“, erklärt die Sprecherin Anja Weidner dazu.

Kritik an den Landräten

Dabei spielten weder die Interessen der Bürger noch die der beiden Bürgermeister aus Renningen und Weil der Stadt und auch nicht die des Verbandes Region Stuttgart eine Rolle. „Die für uns entscheidende Frage ist, ob überhaupt die wirtschaftliche Notwendigkeit eines Parallelbetriebs zwischen Weil der Stadt und Renningen aufrecht erhalten bleiben kann“, erklärt Weidner. Diese Frage werde von beiden Landräten nicht erörtert.

Die Bürgerinitiative erinnert noch mal an ihre Kritik. „Alle im Jahr 2013 erhobenen Fahrgastzahlen lassen den Schluss zu, dass es keine Notwendigkeit gibt, Zubringerzüge bis nach Renningen fahren zu lassen“, erklärt die BI. „Warum hat der Böblinger Verkehrsdezernent auf fachlicher Ebene bei allem zugestimmt?“, fragt Weidner weiter. Man will wissen, wer bei dem Projekt die Federführung habe.

Klage gegen Calw gefordert

„Wieso erfahren wir erst durch ein Gespräch der beiden Landräte, dass der sogenannte Stresstest längst in Auftrag gegeben wurde?“, kritisiert die BI weiter. Und will genau wissen, welche Parameter dafür verwendet würden. Auch dass die Bürgermeister und die Öffentlichkeit über diesen Kompromiss nicht direkt informiert worden seien, stößt den Malmsheimern sauer auf. Zudem zweifelt man daran, dass der Elektrobetrieb kommt: „Kaum einen Tag später gibt Landrat Riegger in einem Interview mit dem Schwarzwälder Boten bekannt, dass er doch plant, zunächst mit Dieselzügen zu fahren“, kritisiert Anja Weidner. „Welches Spiel wird hier eigentlich betrieben? Wir möchten gehört werden!“ heißt es, und man fordert „ Aufklärung statt Mauscheleien“ und eine Klage gegen die Wirtschaftslichkeitsberechnung.

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