Rassismus-Vorwürfe TSC-Spieler rassistisch beleidigt?

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Enes Kalan (rechts): Nach dem Platzverweis des Kornwestheimer Spielers kochen die Emotionen zusätzlich hoch. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Mönsheim - Schwere Vorwürfe haben Spieler und Verantwortliche des TSC Kornwestheim nach der Kreisliga-Partie bei der SpVgg Mönsheim erhoben. Zuschauer des Gastgebers sollen Akteure des türkschen Klubs rassisitisch beleidigt haben. Dabei sollen Ausdrücke gefallen sein wie „scheiß Ausländer, scheiß Türken und Kümmeltürken“. Der Verein hat angekündigt, eine Stellungnahme beim württembergischen Fußballverband abgeben zu wollen.

Der Kornwestheimer Trainer Erkan Kilic hat zudem berichtet, dass ein Mönsheimer Funktionär versucht haben soll, den Vorfall nach der Partie herunterzuspielen. „Wenn wir das einfach tolerieren, brauchen wir in Zukunft erst gar nicht mehr anzutreten“, sagt Kilic.

Geschrei und Geschucke nach dem Spiel

Der Mönsheimer Abteilungsleiter Roland Borzer beteuert, von den Rufen aus den Zuschauerreihen nichts gehört zu haben. Auf sich beruhen lassen will er die Sache allerdings auch nicht. „Wir werden da nachhaken, ganz klar.“ Nicht zu tolerieren sei aber auch, was nach dem Spiel vorgefallen sei. „Da war ein Geschrei und ein Geschucke. Es wäre beinahe eskaliert“, sagt Borzer. Von Kornwestheimer Seite seien Drohungen wie „Ich brech’ euch alle Knochen“ ausgesprochen worden.

Der stellvertretende Vorsitzender der SpVgg Mönsheim, Lazar Bajcetic, gab an, dass er nach dem Spiel versuchen wollte, die Gemüter auf beiden Seiten zu beruhigen. Gelungen ist ihm das nicht. „Die TSC-Spieler waren von Beginn an sehr aggressiv und haben so ziemlich jeden beleidigt. Wenn sich jeder ein bisschen zusammenreißt, wäre nichts passiert“, sagte Bajcetic.

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