Polizeieinsatz in Wimsheim Hilfeschreie und Corona-Party im Wald

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Mit einer Wärmebildkamera macht die Polizei Partygänger ausfindig. Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Wimsheim - Hilfeschreie aus dem Wald in der Nähe des Sportplatzes Wimsheim haben am Donnerstagabend gegen 18 Uhr einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Aufmerksame Passanten verständigten die Polizei über Notruf, nachdem sie die Schreie hörten. Die Einsatzkräfte hörten die Rufe ebenfalls.  Letztlich stellte sich der Einsatz aber nicht als ganz so dramatisch heraus: Ein 18-Jähriger hatte sich lediglich den Fuß verstaucht. Er war zusammen mit anderen jungen Leuten zu einer Corona-Party im Wald zusammengekommen.

Noch bevor sich das herausstellte, hatten die Beamten allerdings Unterstützung durch einen Polizeihubschrauber angefordert. Mit einer Wärmebildkamera konnte die Polizei zwei Personen im Waldgebiet ausfindig machen, die offenbar am Boden vor den suchenden Streifen flohen. Eine 16-Jährige und 18-Jähriger konnten daraufhin festgenommen und einer Kontrolle unterzogen werden.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen fand im betreffenden Waldgebiet eine größere Corona-Party statt. Auf dem Nachhauseweg habe sich dann der 18-Jährige den Fuß leicht vertreten, weshalb es zu den Schreien kam. Der junge Mann war stark betrunken und fand wohl Gefallen an den Schreien, glaubt die Polizei, weshalb er gar nicht mehr damit aufhörte. Erst, als die beiden jungen Leute die Polizei erkannten, flohen sie. Die 16-Jährige war leicht alkoholisiert und wurde ihren Eltern übergeben. Der 18-Jährige hatte einen Alkoholwert von mehr als zwei Promille.

Vermutlich haben auf der Corona-Party mehr als 15 Menschen zusammen gefeiert, kurz vor dem Eintreffen der Polizei hatte sie sich aufgelöst. Das Polizeirevier Mühlacker hat die Ermittlungen aufgenommen.

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