Podcasts im Test Mit diesen Formaten kann das Einschlafen gelingen

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Nicht jeder Podcast eignet sich zum Einschlafen. Foto: imago images/Shotshop

Stuttgart - Das Kopfkissen ist aufgeschüttelt, die Augen bereits schwer: eigentlich gute Voraussetzungen, um bald einzuschlafen. Das Gedankenkarussell dreht sich allerdings weiter. Nun soll ein Podcast Abhilfe schaffen. Ein Format, das beim Bahnfahren oder Sport funktioniert, ist aber nicht unbedingt fürs abendliche Hören gemacht. Um selig einzuschlafen, braucht es die richtige Mischung aus Thema, Stimme und Machart. Wir haben drei Formate getestet, die zum Teil speziell fürs Einschlafen vorgesehen sind.

Einschlafen mit Wikipedia

Im Mittelpunkt einer Folge steht ein Wikipedia-Beitrag, der von Tilman Böhnke oder Josefine Wozniak vorgelesen wird. Das Themenfeld ist weit gefasst: „Die erste Programmiererin“, „Der Weihnachtsmann“, „Die Erfindung der Seife“ oder „Valentinstag“ lauten beispielsweise die Titel. Hier entscheidet der persönliche Geschmack, bei welchen Themen das Einschlafen leicht fällt. Die beiden Sprecher lesen in unaufgeregter Art und Weise vor und betonen dabei nicht zu viel, genau richtig, um in die Traumwelt abzudriften. Die Folgen dauern in der Regel zwischen fünf und 25 Minuten.

Unterhaltungsfaktor: mittel

Einschlafpotenzial: mittel

Einschlafen Podcast

Toby Baier erzählt im „Einschlafen Podcast“ zunächst von seinem Alltag, vom Unkraut zupfen oder der letzten Urlaubsreise. Zwar ist das eher weniger spannend, fürs Einschlafen aber genau richtig. Danach liest Baier, wie er selbst sagt, aus möglichst langweiligen Büchern vor. Beispielsweise aus Werken von Johann Wolfgang von Goethe und Rainer Maria Rilke. Die monotone Präsentation in Kombination mit der ruhigen, tiefen Stimme erfüllt seinen Zweck. Hohe Ansprüche an den Unterhaltungsfaktor sollte man nicht mitbringen. Die Dauer liegt bei rund einer Stunde.

Unterhaltungsfaktor: niedrig

Einschlafpotenzial: hoch

MindfulMinutes

Dieser Podcast ist nicht ausschließlich fürs Einschlafen gedacht, bietet sich aber dazu an. Kurze Meditationen befassen sich mit der Atmung, Ernährungspsychologie, Ritualen und vielen weiteren Themen. Nach einer kurzen Einführung startet und endete die Meditation mit einem Gong. Die beruhigende Stimme von Daniela Barchasch macht es einem einfach, runterzukommen und in den Schlaf zu gleiten. Aufgrund esoterischer Elemente ist das Format sicher nicht für jeden geeignet. Negativ fällt zudem die Werbung in eigener Sache auf. Die Folgenlänge variiert zwischen sechs und 20 Minuten.

Unterhaltungsfaktor: mittel

Einschlafpotenzial: hoch

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