Das Quorum ist geschafft. Am Donnerstag unterzeichnet der 21 000. Unterstützter die Online-Petition für den Verbleib des Rettungshubschraubers in Leonberg.

Leonberg - Das Quorum von 21 000 Unterschriften ist erreicht. So weist es das Online-Portal Open Petition am Donnerstag aus, wo die Initiatoren die Aktion „Christoph 41 muss in Leonberg bleiben“ im Juni gestartet hatten. Zu den Initiatoren zählen die Chefs der Leonberger Hilfsorganisationen, von DRK über THW bis zur Feuerwehr. „Wir freuen uns sehr, dass das Ziel erreicht ist“, sagt Wolfgang Zimmermann, Gesamtkommandant der Leonberger Feuerwehr. „Uns ist aber klar, dass es nur ein kleiner Etappenerfolg ist. Aber zumindest muss sich sich die Landesregierung jetzt nochmals damit beschäftigen“, meint Zimmermann. „Nach aktuellem Stand macht uns das Innenministerium keine großen Hoffnungen. Aber wir geben nicht so schnell auf", betont Matthias Schultheiß, der Ortsbeauftragte des THW. „Wir werden weiterhin Unterschriften sammeln, solange die Petition offen ist. Denn je mehr Stimmen wir haben, umso stärker sind unsere Argumente", hebt er hervor. 

 

Analyse schlägt Verlegung nach Tübingen vor

Die Petition, die noch bis Anfang Dezember läuft, richtet sich an das baden-württembergische Innenministerium, weil im Auftrag der Landesregierung ein Münchner Institut eine „Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg“ erstellt hatte. Diese Analyse erhebt statistische Daten und empfiehlt anhand von Rechenmodellen die Verschiebung des Rettungshubschraubers Christoph 41 von Leonberg auf eine Achse Tübingen-Reutlingen, um die südliche Schwäbische Alb in Notfällen besser medizinisch versorgen zu können.

Der Standortwechsel würde die notärztliche Versorgung der Menschen in dem bewohnerstarken und verkehrsreichen Ballungsgebiet Stuttgart, Ludwigsburg, Böblingen, Enzkreis inklusive Pforzheim, Rems-Murr-Kreis sowie Heilbronn aus der Luft deutlich verschlechtern, befürchten hingegen die Initiatoren der Petition. „Ich denke nicht, dass das Innenministerium nochmals so eine Studie in Auftrag gibt. Letztlich ist es eine politische Entscheidung“, sagt der Feuerwehrkommandant. Umso wichtiger ist das Zeichen, das die hiesige Bevölkerung für den Verbleib des Rettungshubschraubers in Leonberg gesetzt habe.

Vereine und Handel sammeln Unterschriften

Nach einem eher verhaltenen Start im Sommer hatte die Unterschriftensammlung zuletzt doch noch an Fahrt aufgenommen. Ihren Beitrag dazu hatten auch verschiedene Vereine, Organisatoren und Privatpersonen geleistet, die mit Ständen etwa auf Wochenmärkten Unterschriften gesammelt hatten. Auch der Handel hatte sich mancherorts beteiligt und verschiedene Geschäftsinhaber hatten die Listen zum Unterschreiben ausgelegt.  „Wir sind vom Engagement der Vereine, Firmen und den Stadt- und Gemeindeverwaltungen überwältigt", sagt THW-Chef Schultheiß.