Perouser Straße in Malmsheim Keine Sanierung vor Juni

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Mit den Flicken müssen die Malmsheimer noch eine Weile Vorlieb nehmen. Vor Pfingsten wird es auf jeden Fall nichts mit der Straßensanierung. Foto: factum/Archiv

Renningen - Dass bei der Perouser Straße in Malmsheim einiges schiefgelaufen ist, ist jedem klar, der nur einmal über die marode Pflasterung gefahren ist. Die Schäden waren bereits im Sommer 2016 so groß, dass notdürftig mit Asphalt geflickt werden musste. Seit einigen Monaten ist klar, wo das Problem lag: Unter den Steinen wurde falsches Material verwendet. Das vollständige Gutachten liegt aber jetzt erst vor und wurde dem Technischen Ausschuss der Stadt Renningen in dessen jüngster Sitzung vorstellt. Wann die Straße erneut aufgerissen wird, ist dagegen noch nicht raus. Nach dem Wunsch der Stadt sollen die Arbeiten in den Pfingstferien erfolgen. Ob das umsetzbar ist, hängt von der Baufirma ab.

„Was noch einmal deutlich wurde, ist, dass in der Planung und Ausschreibung alles korrekt verlaufen ist“, erklärt der Stadtbaumeister Hartmut Marx. Das ist die Bestätigung dafür, dass die Stadt selbst und auch der Architekt sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Der Fehler lag bei der Baufirma oder dem Hersteller des fehlerhaften Materials, der die Firma belieferte. Konkret geht es um ein Sandgemisch unter den Pflastersteinen. Wegen eines falschen Mischungsverhältnisses gerieten die Steine ins Kippeln, stießen aneinander und gingen so reihenweise kaputt.

Arbeiten dauern zwei bis drei Wochen

Von diesem Problem ist der gesamte gepflasterte Abschnitt im Ortskern von Malmsheim betroffen, der deshalb auch als Ganzes erneuert werden muss. Sprich: Die Betonschicht muss raus, und auch der Unterbau muss aufgerissen werden, bevor am Ende ein komplett neues Pflaster verlegt werden kann. Die Arbeiten erfolgen deshalb wieder unter Vollsperrung, allerdings in zwei Abschnitten, damit alle Gebäude durchgängig erreichbar bleiben. Hartmut Marx schätzt die Arbeitsdauer auf zwei bis drei Wochen, die möglichst in den Ferien erfolgen sollen, damit der Verkehr nicht zu stark beeinträchtigt wird.

„Die Baufirma muss das jetzt zuerst an ihre Versicherung weitergeben“, erklärt Marx. Auch müsse sie die nötigen Arbeiter bereitstellen können. In den Osterferien wird aus der Sanierung also erst einmal nichts. „Die Pfingst- oder Sommerferien sind realistisch, wobei uns der frühere Termin natürlich deutlich lieber wäre.“ Die Frage, ob Pflaster oder doch Asphalt, steht nicht mehr zur Debatte. Die Malmsheimer Ortsmitte wird in jedem Fall wieder gepflastert – was bei korrekter Ausführung aber zu keinen Problemen führen dürfte, betont Hartmut Marx.

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