Online-Mitgliederversammlung TSF Ditzingen kommt mit einem blauen Auge davon

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Das „TSF-Sendestudio“: Ulrike Malcher (hinten links), Uli Meireis. Foto:  

Ditzingen - Corona bestimmt auch das Vereinsleben der TSF Ditzingen. Der Sportbetrieb liegt brach, das TSF-Sportcenter mit Fitnessstudio ist geschlossen. Und nun hat erstmals in der Vereinsgeschichte eine Mitgliederversammlung online stattgefunden. Von kleinen Startschwierigkeiten – eine Probeabstimmung zu Beginn klappte nicht – ließen sich der Vorsitzende Uli Meireis und die Hauptkassiererin Ulrike Malcher, die beide einstimmig für eine weitere Periode in ihren Ämtern bestätigt wurden, nicht vom Kurs abbringen.

Bestärkt wurden die Verantwortlichen in ihrem Handeln durch eine gute Resonanz. Knapp 100 Teilnehmer, darunter der Ditzinger Oberbürgermeister Michael Makurath, verfolgten die Versammlung an den Bildschirmen. „Das ist eine der bestbesuchten Versammlungen der TSF in den letzten Jahren. Das unterstreicht den Stellenwert des Vereins in der Stadt und dokumentiert die Bindung der Mitglieder“, sagte Makurath in seinem Grußwort.

Verbindlichkeiten um 50 000 gesenkt

Die Pandemie hat den Verein ausgebremst, aber nicht lahmgelegt. Das betonte Ulrike Malchers zu Beginn ihres Finanzberichtes für das Jahr 2020: „Angesichts Corona sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Einnahmen von 354 000 Euro standen Ausgaben in Höhe von 316 500 Euro gegenüber. Der Überschuss von 37 500 Euro ergab sich in erster Linie durch den größtenteils auf Eis gelegten Sportbetrieb. Letztlich beendet der Verein das Jahr mit einer Null. Im Plan waren 30 000 Euro für die Rücklagen bestimmt, 7400 Euro resultieren aus der Erhöhung der Übungsleiter-Zuschüsse vom württembergischen Landessportbund, die aber in dieses Jahr einfließen. Die Verbindlichkeiten wurden von 205 000 Euro auf 154 400 Euro gesenkt. Das Bankvermögen betrug 220 000 Euro zum Stichtag 31. Dezember 2020.

Für dieses Jahr plant der Verein mit Einnahmen von 321 000 Euro. Dem gegenüber stehen Ausgaben von 376 000 Euro. In diesem und nächstem Jahr werden die Reserven zum Teil in Anspruch genommen. Zwei kostenintensive Projekte stehen an. Weil sich Platten an der Fassade des TSF-Centers gelöst haben, muss die Wand saniert werden. Abhängig davon, welche Variante gewählt wird, entstehen Kosten zwischen 30 000 und 90 000 Euro. Die Versammlung fasste deshalb bei fünf Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen einen Vorratsbeschluss über eine Kreditaufnahme von maximal 63 000 Euro.

Erneuerung des Fitnessstudios

Ein noch dickerer Brocken kommt auf die TSF im Fitnessstudio zu. Nach 15 Jahren steht die Erneuerung der Geräte an. Ein erstes Angebot beläuft sich auf 120 000 Euro. Auch hier gaben die Mitglieder bei sieben Nein-Stimmen und 21 Enthaltungen grünes Licht für einen Vorratsbeschluss über einen Kredit von maximal 75 000 Euro.

Die Mitgliederzahl ist von 2179 auf 2035 gesunken. Massive Austritte, so Uli Meireis, seien ausgeblieben. Die Differenz sei vor allen Dingen auf die fehlenden Neueintritte zurückzuführen. Weiter gearbeitet wird an den vor zwei Jahren gesetzten Schwerpunkten „Gemeinsames Zukunftsbild“, „Modernisierung“, „Zusammenarbeit mit der Stadt“ und „Basis der Helfer verbreitern“. „Die vier Themenfelder sind ganz gut gelaufen“, sagte der Vereinsvorsitzende und nannte die Aufgabe, das „Studio auf neue Füße zu stellen“, als weiteren Schwerpunkt.

Premiere für den Geschäftsführer

Während sich für die weiter vakanten Vorstandsposten keine Mitglieder zur Verfügung stellten, soll der seit 1. März eingestellte hauptamtliche Geschäftsführer für Entlastung sorgen. Gunnar Höckel, der über zwölf Jahre in dieser Position beim TuS Stuttgart (über 5000 Mitglieder) gearbeitet hat, stellte sich erstmals in größerer Runde vor. Vor allem im Fitnessstudio sieht er mehr Potenzial als bisher ausgeschöpft wurde. Für den Verein formulierte er das Ziel, „nach der Pandemie bestens vorbereitet durchzustarten“.

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