„Obi-Wan Kenobi“: das Finale Bekommt die „Star Wars“-Serie eine zweite Staffel?

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Ewan Mc Gregor spielt den Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi Foto: Disney/sney

Natürlich konnte nur eines am Ende der jüngsten „Star Wars“-Serie „Obi-Wan Kenobi“ stehen: ein finales Lichtschwert-Duell auf einem gespenstischen Planeten zwischen dem titelgebenden Jedi-Ritter und seinem einstigen Schüler Anakin Skywalker, der zum mächtigen Finsterling Darth Vader mutiert ist.

Dieser Showdown war nicht der erste. Obi-Wan, wie in den Kino-Episoden I bis III dargestellt von Ewan McGregor, hat da bereits ein Katz-und-Maus-Spiel hinter sich, das stets demselben Muster folgt: Das Imperium hat die Jedi dezimiert, Vader möchte seinen einstigen Mentor unbedingt zu fassen bekommen. Doch dieser entwischt ein ums andere Mal haarscharf beim Versuch, der imperialen Inquisition die entführte Prinzessin Leia zu entreißen.

Hayden Christensen verschwand nach den Episoden I bis III nicht ohne Grund in der Schauspieler-Versenkung, hier darf er nun noch einmal Anakin sein, den der Zorn auf die dunkle Seite der Macht getrieben hat. Im Darth Vader-Kostüm terrorisiert er als Steuermann des Imperiums das Universum, hat wegen der legendären schwarzen Maske wenig Spielraum – und keine leichte Aufgabe.

45 Jahre nach seinem ersten Kino-Einsatz in „Star Wars – Episode IV“ (1977) wirkt Vader nicht mehr sonderlich furchteinflößend, denn er ist längst eine Ikone der Popkultur: Unzählige Filme, darunter die „Toy Story“-Reihe, zitieren seine Schlüsselmomente, sein Konterfei war auf Müsli-Packungen und anderen Produkten zu sehen, Comedians spielen gerne mit dem schweratmigen Bösewicht, darunter auch der schwäbische Mundart-Komödiant Dodokay.

Kurz vor Schluss kommt es tatsächlich noch zum lange angekündigten, allerdings folgenlosen Cameo-Auftritt von Liam Neeson als Jedi-Mentor Qui-Gon Jinn. Danach reitet Obi-Wan mit seinem Eopie in den Sonnenuntergang. McGregor hat sich tapfer geschlagen, die kleine Vivian Lyra Blair wirkte erfrischend als naseweise Leia. Ansonsten bleibt als einziger echter Coup der Serie die Sequenz, in der der versteckt lebende Obi-Wan erfährt, dass Anakin nicht tot.

Nach diesem starken Beginn rutscht die Spannung deutlich ab, was auch viele Fans weltweit kritisieren. In vielen Foren diskutieren sie auch, ob die letztlich schmale Handlung von „Obi-Wan Kenobi“ nicht besser in einem klassischen Kinofilm aufgehoben gewesen wäre als in einer gestreckten Mini-Serie.

Ewan McGregor könnte sich eine zweite Staffel vorstellen

Die Frage aller Fragen aber lautet: Wird es eine Fortsetzung geben? Die erste Staffel endet ohne konkreten Cliffhanger, und Disney hat offenbar noch nichts geplant. Die Geschichte des alternden Jedi-Ritters fortzusetzen, wäre aber durchaus möglich. Eine zweite Staffel könnte sich zum Beispiel dem jungen Luke Skywalker zuwenden, Leias Zwillingsbruder, über den Obi-Wan auf Tatooine wacht.

Ewan McGregor jedenfalls wäre bereit, noch einmal in die Rolle zu schlüpfen: „Ich hoffe wirklich, dass wir weitermachen, sagte er der britischen Ausgabe des Magazins „GQ“. Hayden Christensen erklärte gegenüber „Radio Times“: „Ich glaube, es gibt da definitiv noch mehr zu erforschen, und ich würde mich freuen, das tun zu dürfen.“

Die Macher sind zurückhaltend

Weniger enthusiastisch scheinen die Macher zu sein. Die Regisseurin Deborah Chow sagte „Entertainment Tonight“: „Wir haben das wirklich als abgeschlossene Serie geplant. Es ist eine große Geschichte mit einem Anfang, einem Mittelteil und einem Ende. Wir haben nicht darüber hinaus gedacht. Wenn das weitergehen sollte, könnte das nur geschehen, wenn es eine einen guten Grund dafür gäbe.“

So sieht das auch die Präsidentin von Lucasfilm und „Obi-Wan“-Produzentin Kathleen Kennedy. Sie aber sagte „Entertainment Tonight“: „Wenn die Leute wirklich mehr ,Obi-Wan’ wollen, werden wir das sich in Betracht ziehen.“ Für die Fans besteht also Hoffnung.

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