Nach dem Abstieg Kurze Pause für SV Leonberg/Eltingen

Von Andreas Klingbeil
Noch ruht der Ball beim SV Leonberg/Eltingen – die Saisonvorbereitung beginnt aber schon wieder in zwei Wochen. Foto: Pixabay

So einfach lässt sich ein Abstieg nicht aus den Kleidern schütteln. Schon gar nicht, wenn man, so wie der Trainer des nun ehemaligen Fußball-Landesligisten SV Leonberg/Eltingen, jeden Tag aufs Neue an das 0:1 gegen Aramäer Heilbronn erinnert wird. „Ich wohne in Renningen und laufe jeden Tag daran vorbei“, sagt Benjamin Schäffer. „Daran“ – das ist das SVR-Stadion, der Ort, an dem der Absturz in die Bezirksliga mit dem entscheidenden Tor in der Nachspielzeit besiegelt wurde. Schäffer: „Das wirkt schon noch brutal nach.“

So schwer es auch fällt, der Blick muss bereits wieder nach vorne gehen. Bis zum Rundenbeginn in der Bezirksliga Enz-Murr am Wochenende 20./21. August sind es nur noch sieben Wochen. Damit die Spieler Abstand von der am Ende so frustrierenden Saison bekommen, will Benjamin Schäffer den Trainingsauftakt so weit wie möglich nach hinten legen. Es bleiben nun allerdings nur noch zwei Wochen Pause. Am 16. oder 17. Juli ist voraussichtlich Trainingsauftakt. Denn als einer von sechs Teilnehmern ist der SV Leonberg/Eltingen beim Eugen Essig-Turnier in Flacht gefordert. Turniertage sind der 20., 21. und 25. Juli.

Kapitän Sven Gritsch geht von Bord

Nicht mehr dabei sein werden dann der Torhüter Philipp Meister (SV Fellbach), Patrick Essig (TSV Flacht), Sven Gritsch (Laufbahnende), Marco Gritsch (pausiert) und Okan Gürbüz (SV Gebersheim). Zunächst nicht mehr rechnen kann der Übungsleiter auch mit Immanuel Stäbler, Fabian Hahlgans und Julian Häusler (alle Auslandsaufenthalt).

Auf der anderen Seite des Tableaus stehen bereits sieben Neuzugänge. Fabian Kern und Emre Öztürk kommen vom nun neuen Ligarivalen SV Perouse, Jona Trefz und Eros Bronico von der SKV Rutesheim. Kaan Ekmen spielte in der vergangenen Runde beim Bezirksliga-Absteiger TSV Merklingen, Ioannis Savvoulidis bei den Verbandsstaffel-A-Junioren des VfL Kirchheim. Das Paket komplettiert der Torhüter David Dietrich, der Oberliga-Erfahrung beim CfR Pforzheim gesammelt und zuletzt das Trikot des badischen Kreisligisten SV Kickers Pforzheim getragen hat.

Wechsel auf Co-Trainerposten

Als Vertrauensbeweis wertet Benjamin Schäffer die Zusage von Marvin Hampel, der eigentlich weiter in der Landesliga bleiben wollte, aber sich direkt nach dem Abstieg dann doch zum Bleiben entschieden hat. Zudem rechnet der Coach mit der Rückkehr der Langzeitverletzten Florian Hofmann, Julian Gäckle und Oliver Widmaier. Als Co-Trainer wird der bisherige Verantwortliche der zweiten Mannschaft, Robert Gitschier, fungieren. Der bisherige zweite Mann an der Seitenlinie, Kosta Mitroglou, wechselt als Co zu den A-Junioren der SKV Rutesheim.

Und auch wenn es noch viel zu früh ist, um eine konkrete Zielsetzung auszugeben – mit dem neuen Kader will der SV in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen, wenn nicht sogar gleich wieder oben angreifen.

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