Mönshem/Stuttgart Amtierender Meister in den Startlöchern

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In der vergangenen Saison feierte das Stuttgarter Team den Titelgewinn Foto: STEBL/PRESSEATELIER.DE

Mönsheim - Großes Aufatmen bei den Bundesliga-Golfern des Stuttgarter GC in Mönsheim. An diesem Samstag wird sich der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister erstmals seit der Corona-bedingten Sperrung der Golf-Plätze Mitte März wieder vor Ort zum gemeinsamen Training treffen. Seit dem Montag ist es auch in Baden-Württemberg wieder erlaubt, Breiten- und Leistungssport im Freien und unter strengen Infektionsschutzvorgaben auszuüben.

Vielleicht wird das Golf-Team um den Kapitän Ingmar Peitz dann auch schon wissen, wie es um den aktuellen um den aktuellen Liga-Betrieb steht. Die ersten beiden Spieltage – am 16. Mai in St. Leon-Rot sowie am 30. Mai in Mannheim-Viernheim – wurden bereits abgesagt. So wie alle anderen Spieltage bis runter in die Landesliga auch. Ob die fünf Bundesliga-Mannschaften am 20. Juni beim dritten Spieltag auf der Anlage des Stuttgarter GC Solitude endlich einsteigen können, das wollen die Verantwortlichen des Deutschen Golf-Verbandes (DGV) an diesem Freitag entscheiden. Immerhin sind bei der Deutschen Golf-Liga (DGL) an einem Spieltag mehr als 400 Mannschaften im gesamten Bundesgebiet aktiv. Eine Einhaltung der bislang aktuellen Auflagen sei daher nicht zu gewährleisten, heißt es in einer Stellungnahme der DGL.

„Egal was passiert, wir sind bereit“

„Egal was passiert, wir sind bereit“, sagt der Stuttgarter Kapitän Ingmar Peitz, der gerne mit seiner Mannschaft die Herausforderung annehmen würde, den Titel zu verteidigen. Im Falle einer erneuten Absage am 20./21. Juni soll der weitere Ligaspielbetrieb für die Saison 2020 ausgesetzt werden. Eine weitere Lösung stünde dann im Raum: Die Bundesligisten hätten die Möglichkeit, an einem einzigen Wochenende ihren Deutschen Mannschaftsmeister auszumachen – ein Modus, der bis zum Jahr 2013 so ausgespielt wurde. Einen geeigneten Termin gibt es beispielsweise am 8./9. August. Diese beiden Tage sind ohnehin für das Final Four im Gut Kaden in Aleveshohe bei Hamburg reserviert.

Ingmar Peitz ist sich sicher, dass seine Mannschaft in dieser Saison – wäre sie nach Plan ausgespielt worden – erneut den Sprung ins Final Four geschafft hätte. „Das Team ist so stark wie im vergangenen Jahr“, sagt der Kapitän. Allein Profi Michael Hirmer hat die Stuttgarter verlassen und spielt nun für den GC Reichswald. Neuzugänge sind der Schwäbisch Gmünder Yannik Luis Bläse (bisher GLC Haghof), der Stuttgarter Nicolas Merz (Marienburger Golfclub Köln), Marc-Philipp Seiler aus Feldafing (GC Hohenpähl) sowie der Gerlinger Vincent Immanuel Wilhelm, der das Spiel bei den Stuttgarter lernte, dann aber zum GC Dömane Niederreutin wechselte und jetzt zu seinem Heimatclub zurückkehrt.

Bälle im Garten schlagen

Kontakt hatte die Stuttgarter Mannschaft in den vergangenen Wochen per Video-Schaltungen. In dieser Form gab’s auch ein dreiteiliges Ernährungsseminar mit Robin Horvath, Personal Trainer und Ernährungsberater. Trainiert haben die Spieler individuell. „Die meisten besorgten sich ein Netz und haben im Garten die Bälle geschlagen“, sagt Peitz, der sich in den letzten Wochen selbst vorwiegend auf das Putten konzentrierte. Ab dem Wochenende dürfen die Spieler wieder auf den Platz. „Das gute ist, dass alle im gleichen Boot sitzen, wir haben alle die Reset-Taste gedrückt, und jetzt geht es von vorne los“, sagt Ingmar Peitz.

Die Frauen des Stuttgarter Golf Clubs sind in der vergangenen Saison in die Zweite Liga abgestiegen. „Unser Ziel ist es, auch hier wieder erstklassig zu werden“, sagt Simon Schmugge, Geschäftsführer des Stuttgarter GC Solitude. Ob und in welcher Form die Damen dieses Ziel in Angriff nehmen können, wird sich zeigen.

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