Mönsheim Gemeinde will Jugendarbeit angehen

Von Brunhilde Arnold
In Mönsheim ist ein Konzept zur offenen Jugendarbeit entwickelt worden. Foto: dpa-tmn/Frank Rumpenhorst

Mönsheim - Die Gemeinde Mönsheim will das Thema offene Jugendarbeit anpacken. In der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte die Sozialpädagogin Juliana Schubert ein Konzept zur Beteiligung und Mitgestaltung von Kindern und Jugendlichen am Gemeinwesen. Allerdings wird die 25-Jährige, die aus Rutesheim stammt, nur einen Teil ihrer Arbeitszeit in dieses Projekt einbringen können, denn sie ist in der Verwaltung auch noch anderweitig tätig, wie der Bürgermeister Thomas Fritsch erläuterte. Seit Juli bei der Gemeinde angestellt wurde sie inzwischen zur Eheschließungsstandesbeamtin ernannt, in die Rentenberatung und Friedhofsverwaltung eingearbeitet und soll auch weitere „kleinere Aufgaben“ erledigen, wie es hieß.

Kinder- und Jugendhaus ist denkbar

Nun also steht die offene Jugendarbeit im Pflichtenheft von Juliana Schubert. „Sie ist im Rathaus die Ansprechpartnerin für alles, was mit Kindern zu tun hat“, formulierte es der Bürgermeister. Ihre Zielgruppe sind die sechs- bis 18-Jährigen. In ihrem Konzept zur offenen Jugendarbeit hält die Sozialpädagogin als Anlaufstelle für die jungen Mönsheimerinnen und Mönsheimer ein Kinder- und Jugendhaus für denkbar. Dort könnten dann etwa Koch- und Bastelkurse, Musikaktionen oder Faschingsdiscos stattfinden. Auch Ferienprogramme und Einzelfallberatungen bei besonderen Problemlagen sowie die Beteiligung an Gemeindeaktionen, wie etwa dem Weihnachtsmarkt, zählte sie als Beispiele auf.

Die Mönsheimer Jugendlichen sollen befragt werden, welche Angebote sie bereits nutzen, wie zufrieden sie damit sind und was sie sich noch zusätzlich wünschen. Doch zunächst müsse geklärt werden, wie man Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen aufnehmen könne, sagte Juliana Schubert. Die Zugangswege müssten je nach Alter unterschiedlich sein und die Eltern zuvor informiert werden. Zu klären seien die Frage nach möglichen Räumen und finanziellen Mitteln für die offene Jugendarbeit.

Es braucht auch finanzielle Mittel

Von den Gemeinderäten gab es Zustimmung für den Vorstoß. Margit Stähle (Freie Wählergemeinschaft) wies auf die bereits bestehende Jugendarbeit in den Vereinen hin. Sie finde es gut, dass es künftig auch eine Beratungsstelle geben soll. Ihr Fraktionskollege Walter Knapp erinnerte an die früher schon aktiven Jugendclubs, die dann im Sande verliefen. Er empfahl, „die Euphorie etwas zu dämpfen“. Vom Ansatz her sei das Konzept aber gut, doch ohne Räume gehe es nicht. Joachim Baumgärtner (Unabhängige Bürgerliste Mönsheim) betonte, dass es wichtig sei, die Kinder und Jugendlichen zielgruppengerecht nach ihren Meinungen zu fragen. Auch die geplante Einbindung von Ehrenamtlichen fand er gut und betonte, dass es für die Jugendarbeit finanzielle Mittel brauche.

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