Messe in Sindelfingen Grillen bleibt ein heißer Trend

Von
Auf 7000 Quadratmetern breitet die Sindelfinger Messe das Grillthema aus. Foto: factum/Granville

Sindelfingen - Ralph Hohenstein freut sich: „Wir haben wirklich Feuer entfacht“; sagt der Chef der Sindelfinger Messe. Nach der Premiere im vergangenen Jahr verspricht auch die zweite „Grill & BBQ“ viele Besucher anzulocken. 2018 kamen mehr als 10 000 Menschen zur ersten Ausgabe der ausschließlich dem Grillen gewidmeten Händlerausstellung. Bis Sonntag, 24. Februar, dauert der Event. Am Sonntag wird von 11 Uhr auch noch der Württembergische Grillmeister in Sindelfingen gekürt.

Die Glut zieht Menschen in ihren Bann

„Die Macht der Glut, der Spaß an diesem Ur-Ritual hat in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen in ihren Bann gezogen“, sagt Ralph Hohenstein. Entsprechend ist auch das Angebot gewachsen. Ulrich Reichenbach aus dem Schwarzwald hat für die modernen Gourmets extra eine Salzkammer gebaut, in der das Fleisch seiner Hinterwälder Rinder sechs Wochen lang reift. Elizabeth Wieker erlebt mit ihrem Import-Unternehmen für besondere Lebensmittel seit vier Jahren eine hohe Nachfrage. „Ketchup for Grown-Ups“ hat sie beispielsweise im Programm, eine recht scharfe Variante der sonst recht süßen Tomatensoße. Unter dem Laben „Frances & Sydney“ importiert sie leckere Lebensmittel von Down Under und anderen Regionen nach Deutschland.

Dennis Bidermann stellt auf der Messe eine Rutesheimer Erfindung vor: den Black Forest Bacon Rub. Damit kann man Grillfleisch einreiben – und es bekommt den schönen rauchigen Geschmack von Speck. Ein Jahr lang hat er mit seinem Vater daran getüftelt. Der Nufringer Händler Karl-Heinz Beßler führt Edel-Grills made in USA auf der Messe vor: von Kohle über Gas bis zu Strom reichen die Befeuerungsmethoden der Geräte. Seine Kunden geben gerne viel Geld für Grillgeräte aus, berichtet er.

Der Grill hat die Modelleisenbahn abgelöst

„Der Grill im Garten hat die Modelleisenbahn im Keller abgelöst“, analysiert Christian Baudisch auf der Messe. Der Leiter des Böblinger Fleischermuseums ist dort auch mit einem Stand vertreten – als „einziger Fleischkulturanbieter“. Wie bei jedem Hobby gehe auch beim Grillen die Spezialisierung in die Extreme, hat er auf der Messe beobachtet. Aber die Grillenthusiasten sind ihm sympathisch: Ihr Hobby ist im Gegensatz zur Modelleisenbahn im Keller sehr sozial, weil die Ergebnisse des Grillens meistens in größerer Runde verspeist werden.

Fotostrecke
Artikel bewerten
4
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen