mateco baut in Leonberg Die neue Deutschlandzentrale

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Daniel Yilmaz von Bremer Bau, mateco-Geschäftsführer Armin Rappen, Baubürgermeister Klaus Brenner, Jens Kern von mateco-Immobilien, am Werk Foto: factum/Jürgen Bach

Leonberg - Viele Jahrzehnte lang sind sie gute Partner in Stuttgart – jetzt werden sie zu unmittelbaren Nachbarn im Leonberger Gewerbegebiet Leo West: der Vermieter für Arbeitsbühnen mateco und der Spezialist für große Lasten, Scholpp Kräne und Transport. Während die letztere Unternehmensgruppe den Betrieb an ihrem neuen Standort bereits im Juni aufgenommen hat, ist bei mateco nun der symbolische Spatenstich gewesen.

„Das ist mein erster Spatenstich und der wohl einschneidendste in der 47-jährigen Geschichte der Firma“, sagt Armin Rappen. „Es ist unser größtes Bauprojekt in Deutschland. Denn damit verbunden wird die neue Firmenzentrale entstehen und eine neue Niederlassung“, erläutert der mateco-Geschäftsführer.

Es ist schwer, verkehrslogistisch in Stuttgart etwas zu bewegen

Rund 14 Millionen Euro will der nach eigenen Angaben größte Arbeitsbühnenvermieter Deutschlands mit einem Jahresumsatz von 184 Millionen Euro (2018) in Leo West investieren. Seit der Gründung 1973 befindet sich die Zentrale noch am selben Standort in Stuttgart. Von hier aus wird zum einen das Unternehmen gesteuert. Das heißt, alle zentralen Unternehmensbereiche sind in der Hauptverwaltung angesiedelt. Zum anderen hat die Niederlassung Stuttgart mitsamt dem Fuhrpark in der Bottroper Straße ihre Räumlichkeiten. Doch am bisherigen Standort in Stuttgart ist es dem wachsenden Unternehmens zu eng.

„Außerdem wird es immer beschwerlicher, verkehrslogistisch in Stuttgart etwas zu bewegen“, sagt Armin Rappen. Erst habe man vor Ort nach einer Lösung gesucht, doch das sei vergebliche Liebesmühe gewesen. Auch sei die Niederlassung nicht in jedem Gewerbegebiet willkommen. „Wir machen auch mal Krach“, sagt Geschäftsführer Rappen.

150 Arbeitsplätze in Leonberg

„Dann kam der richtige und wichtige Hinweis von unserem langjährigen Geschäftspartner Martin Scholpp, dass es in Leonberg in dem neuen Gewerbegebiet vielleicht ein Grundstück gibt, das unseren Vorstellungen entsprechen könnte“, sagt der mateco-Geschäftsführer im Rückblick. Damit sei die Entscheidung gefallen, hier die Firmenzentrale sowie eine Niederlassung zu errichten. Und so entsteht auf dem mit mehr als 20 000 Quadratmetern größten Grundstück in Leo West der Neubau. Errichtet wird dieser von Bremer Bau aus Paderborn. Im Oktober 2021 soll er fertiggestellt sein.

Er umfasst ein viergeschossiges Bürogebäude für rund 150 Arbeitsplätze, in das die Mitarbeiter aller zentralen Unternehmensbereiche sowie die der Niederlassung einziehen werden. Hinzu kommt eine neue Aufbereitungshalle, in der die Niederlassung Stuttgart einen Teil der Räumlichkeiten beziehen wird. Insgesamt wird die Halle eine Grundfläche von 1700 Quadratmetern aufweisen.

Zudem werden Stellflächen für die Arbeitsbühnen entstehen. Davon hat mateco deutschlandweit rund 12 000 Maschinen in mehr als 700 Ausführungen in seinem Fuhrpark. Dieser ist auf 60 Standorte verteilt. Zu den Kunden zählen unter anderem der Bau, die Gebäudereiniger, der Mobilfunk, die Medienbranche sowie der Garten- und Landschaftsbau. In Deutschland beschäftigt mateco etwa 1000 Mitarbeiter sowie an mehr als 80 Standorten weltweit, aber vorwiegend in Europa, weitere 2500 Mitarbeiter.

Warum Leonberg als Standort?

Was hat Leonberg so attraktiv gemacht? „Die lokale Nähe zu den Kunden ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie und wir müssen schnell aus der Stadt draußen sein“, zählt Armin Rappen auf. Leonberg liege sehr günstig zu den nächsten Niederlassungen in Karlsruhe, Heilbronn und Ulm. „Die Lage und die Verkehrsanbindung zur Autobahn sind dafür ideal und logistisch sehr gut zu händeln“, sagt Rappen. Auch das Grundstück habe den Erwartungen entsprochen. „Kürzere Genehmigungszeiten sind aber wichtig für Unternehmen aus Gründen der Verlässlichkeit gegenüber den Mitarbeitern und den Geschäftspartnern“, sagt Armin Rappen in Richtung der Stadtverwaltung.

„Das Verfahren ist in der Tat etwas holprig verlaufen“, gibt der Leonberger Baubürgermeister Klaus Brenner zu. Es habe einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat bedurft. „Dafür hat mateco nun einen Spitzenplatz am westlichen Eingangsportal Leonbergs und ein Grundstück, das noch viel Entwicklungspotenzial beinhaltet“, meint Brenner.

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