Management des Leo-Centers wechselt Die neue Chefin kommt aus Kassel

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Nadine Fensterer kommt, Klaus-Peter Regler geht – das Leo-Center bekommt eine neue Managerin. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - In der Stadtmitte liegen sie beide. „Aber beide Center sind sehr unterschiedlich“, sagt Nadine Fensterer. Die 39-Jährige wird von November an neue Leiterin des Leo-Centers in Leonberg. Zuvor führte sie zwei Jahre lang den City Point in Kassel. „Der City Point liegt direkt in der Innenstadt, dort fängt die Fußgängerzone an. Hier ist ja eher das Leo-Center die Innenstadt“, zieht Nadine Fensterer einen Vergleich.

Nicht die einzigen Unterschiede, die die gebürtige Kölnerin ausgemacht hat. Während in Kassel die Kundschaft sehr jugendlich war, sei Leonberg eher familienorientiert. Auch sei der City Point mit 16 Jahren noch ein sehr junges Center. „In Leonberg können wir ja bald anfangen mit den Planungen für den 50. Geburtstag“, sagt die künftige Managerin. Dieser wird 2023 gefeiert.

Der Abschied fällt schwer

Den 45. Geburtstag feierte vor zwei Jahren noch Klaus-Peter Regler als Center-Leiter. Nach viereinhalb Jahren in Leonberg zieht es ihn nach Schwerin, wo er ein anderes Einkaufszentrum der ECE-Gruppe übernehmen wird. „Es fällt mir schwer, zu gehen. Ich habe hier sehr viele nette Menschen kennengelernt“, sagt Regler, der Leonberg, den Altkreis und den Nordschwarzwald lieben gelernt hat.

Das Beste am Leo-Center? „Das sind definitiv die Menschen. Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre“, sagt der scheidende Center-Manager. Mit seiner Lage, aber auch dank traditioneller Veranstaltungen von der Tour de Natur, über das Narrengericht bis hin zum Pferdemarktumzug sei das Leo-Center tief im Stadtleben verwurzelt. „Wir haben uns in den vergangenen viereinhalb Jahren gut entwickelt“, bekräftigt Klaus-Peter Regler.

Neue Mieter und neues Maskottchen

So konnte man das Warenhaus Karstadt halten, obwohl der Konzern bundesweit dutzende Filialen schließt. Leonberg hatte zunächst auch auf der Liste gestanden. „Wir haben in dieser Zeit einige einzigartige Mieter gewonnen, etwa TK Maxx oder das vegane Restaurant ‚King of Greens’“, nennt er Beispiele. Zudem sei das Center modernisiert worden. Größere Bauarbeiten fanden an den Parkhäusern statt. Ins Kellergeschoss zum Saturn-Markt wurde ein Fahrstuhl eingebaut. Mit „LEO“ gibt es seit dem Center-Geburtstag nun auch ein eigenes Maskottchen.

Vor einigen Wochen wurde ein Parkleitsystem installiert, das auch freie Plätze anzeigt, neue Service-Terminales, neue Sanitäranlagen. „Ganz toll ist auch die neue Kinderspielfläche in der zweiten Etage vor Karstadt“, lobt Klaus-Peter Regler. Die Neuerungen seien aber noch nicht alle abgeschlossen.

Ein Start in einer schwierigen Zeit

„Die Neue“ übernimmt das Leo-Center in einer sehr schwierigen Phase. Die Corona-Pandemie hat große Teile des stationären Einzelhandels schwer getroffen. „Die größte Herausforderung wird definitiv, wie es in den kommenden Monaten weitergeht“, weiß Nadine Fensterer. „Wie bekommt man die Konzepte entsprechend umgestellt? Und wenn Corona einmal vorbei ist: Wie bekommt man die Kunden zurück ins Center?“, nennt sie als große Aufgaben und Herausforderungen.

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Was den Mieter-Mix betreffe, sei das Leo-Center gut aufgestellt. „Den wollen wir erhalten. Natürlich kann man immer an der einen oder anderen Stelle noch etwas schrauben. Alles in allem wird es eine spannende Aufgabe“, sagt die künftige Center-Managerin, die ihre Aufgabe mit viel Optimismus und Energie angeht. „Das macht die Arbeit bei der ECE ja auch ein wenig aus. Es wird nie langweilig, es wartet immer eine neue Herausforderung“, sagt Nadine Fensterer, die seit neun Jahren beim ECE-Konzern ist.

Weihnachtsflair soll ins Center einziehen

Die erste Herausforderung wird wohl das Weihnachtsgeschäft sein. „Wir können unserer Weihnachtsstände in der Mall aufbauen. Das typische Weihnachtsprogramm kann aber leider nicht stattfinden“, berichtet der scheidende Leo-Center-Chef. Baumschmuck, Schokolade und Backwaren wird es also zu kaufen geben. Plätzchen backen, Geschichten vorlesen oder Live-Musik fallen dagegen aus. „Dass das Christkind durchs Center geht, ist aber noch machbar“, sagt Regler.

Und natürlich werde das Center innen wie außen auch in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickle, sei man aber flexibel. „Wir haben ja leider im Moment selber keine Planungssicherheit“, macht Nadine Fensterer deutlich und Klaus-Peter Regler fügt hinzu:. „Aber grundsätzlich gehen Sicherheit und Gesundheit vor – für unsere Kunden, aber auch die Mitarbeiter im Leo-Center.“

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