LKZ-Sommergespräche Ein-Euro-Ticket?

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Warum ist es so schwer, das Ein-Euro­-Ticket einzuführen?

Weiß: Der Verkehrsverbund blockiert individuelle Lösungen.

Der VVS feiert doch seine Tarifreform.

Pfitzenmaier: Die kommt in erster Linie Stuttgart zugute, nicht dem Umland. Ich habe den Eindruck, dass es dem VVS nicht in erster Linie darum geht, neue Kunden zu gewinnen.

Ihr großes Thema ist mehr bezahlbarer Wohnraum.

Pfitzenmaier: Gerade hier im Ezach besteht die große Chance, mit einem kommunalen Investor ein Mehr-Familien-Haus mit 100 Prozent bezahlbarem Wohnraum zu realisieren. Wenn der Bauträger das Grundstück von der Stadt günstig bekommt, kann er auch entsprechend günstiger bauen.

Weiß: So etwas gibt es im gesamten Stadtgebiet noch nicht. Das wäre ein echtes Vorzeigeprojekt.

Es tut sich schon einiges. Gerade in der Kernstadt werden vorhandene Lücken zugebaut, oft nicht zur Freude der Nachbarn.

Pfitzenmaier: Es ist immer einfach, mehr Wohnraum zu fordern, aber nicht mit­zumachen, wenn es konkret wird. So wie es die Grünen beim Projekt Hinter den Gärten praktizieren. Es ist immer eine Frage des Augenmaßes.

Die SPD hat sich lange dagegen gesperrt, dass es für die Stadthalle wieder einen ­eigenen Manager geben soll. Nun wird das ganze Kulturamt umgekrempelt und ein Hallenmanager soll auch kommen.

Weiß: Die Stoßrichtung, dass Sport und Kultur fachlich klarer getrennt werden, wollten wir schon immer.

Pfitzenmaier: Wir haben an einen künftigen Manager, der sich auch um den Spitalhof kümmern soll, hohe Erwartungen hinsichtlich eines verbesserten Kultur- und Kongressgeschäftes. Und wir erwarten, dass es eine Lösung gibt, damit die Vereine die Stadthalle besser nutzen können.

Unter Einbeziehung des Stadthallen-Restaurants?

Pfitzenmaier: Die Gastronomie ist viel besser als früher. Aber wir brauchen eine   enge Verknüpfung zwischen Hallen­management, Restaurant und dem benachbarten Amber-Hotel. Das gibt eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Grüne, Freie Wähler und CDU haben dem OB ein mäßiges Zwischenzeugnis gegeben.

Pfitzenmaier: Ich kann die Ressentiments der anderen und deren Misstrauen nicht verstehen. Der Umgang mit Martin Cohn ist oft regelrecht despektierlich.

Weiß: In der Bevölkerung hat Martin Cohn nach wie vor einen großen Rückhalt. Obwohl er der SPD angehört, tut er alles, um kein Partei-OB zu sein. Er bewegt unheimlich viel und geht mit seinen Ideen heraus, bevor alles abgesichert ist. Das unterscheidet ihn erheblich von seinem Vorgänger.

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