LKZ-Sommergespräche Moderne Mobilität

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Sind die Seilbahn-Pläne des Oberbürgermeisters eine realistische Option?

Pfitzenmaier: Wenn überhaupt, sind sie ein Mosaikstein in einem Verkehrskonzept. Man muss das prüfen. Grundsätzlich schadet Querdenken aber nicht.

Weiß: Zur modernen Mobilität gehört das Fahrrad und der Gang zu Fuß. Es gibt viel zu wenige Radständer in der Stadt, gerade am Marktplatz. Auch das Netz der Leihradstationen muss ausgeweitet werden. Die gibt es nur am Bahnhof und am Leo-Center, das ist zu wenig, um eine echte Alternative zu sein. Die Teilorte könnten so gut angebunden werden.

All das kostet Geld.

Pfitzenmaier: Mit den Millionen für den Altstadttunnel könnten wir einen optimalen Nahverkehr über sehr viele Jahre bezahlen.

Sie kämpfen seit Jahren für ein Wohnquartier an der Berliner Straße. Nun hat Axel Röckle von den Freien Wählern den Vorschlag gemacht, die Bürger abstimmen zu lassen, ob hier gebaut werden soll.

Weiß: Zunächst einmal: Wir wollen keine drei Hektar große Bebauung, von der Herr Röckle spricht. Das ist ein Totschlag­argument! Was die Abstimmung betrifft: Es   ist zweifelhaft, dass es eine Mehrheit gibt. Sonst gäbe es ja schon lange politische Entscheidungen. Die auf preisgünstigen Wohnraum angewiesenen Menschen sind aber nicht in der Mehrheit.

Pfitzenmaier: Es geht nicht um irgendein Wohnviertel, sondern um dringend nötigen preisgünstigen Wohnraum. Die Politik sollte sich vor dieser Verantwortung nicht drücken, selbst wenn Mut gebraucht wird, unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Selbst wenn an der Berliner Straße gebaut wird: Es reicht nicht aus.

Weiß: Wir brauchen sowohl neue Wohn- als auch Ge­werbegebiete. Ein weiteres Wohnquartier könnten wir uns im Bereich Hasensaul westlich des Krankenhauses vorstellen. Der Hubschrauberlandeplatz an der Klinik taugt wohl kaum als Argument gegen eine Bebauung.

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