LKZ-Sommergespräche „In den Stadtpark gehört ein Biergarten“

Von
So schön wie am Altrhein: Frank Albrecht (li.) und Thomas K. Slotwinski beim LKZ-Sommergespräch. Foto: factum

Leonberg - Um die Ecke watschelt eine Entenfamilie, Nilgänse flattern über den See, rund herum herrscht friedliche Stimmung, obwohl das Zentrum nur einen Steinwurf weit weg ist: Nicht ohne Grund hat Frank Albrecht, der Sprecher der Wählergruppe SALZ, zum Sommer­gespräch an das Ufer des Stadtparksees eingeladen. Denn dieser pittoreske und entschleunigte Ort mitten in der Stadt würde viel zu wenig genutzt.

Herr Albrecht, das ist wirklich ein lauschiges Plätzchen für ein Sommerinterview...

Nicht wahr? Der Stadtpark ist eine Oase mitten in der Stadt, die viel zu wenig wahrgenommen wird. Gerade der See ist wunderschön, zehnmal schöner als der Stadtsee in Böblingen beispielsweise. Aber hier passiert viel zu wenig. Der Park wird zu wenig bespielt.

Es gibt das Kinder- und Jugendfestival...

Das war’s dann aber auch schon.

Also noch mehr Feste?

Nein. Mir schwebt eine Art Mini-Bier­garten vor. Eine Hütte mit Grill und ­Zapfanlage und Platz für rund 50 Gäste. Der   hat im Sommer täglich geöffnet und ­könnte im Wechsel von unseren örtlichen ­Gastronomen betrieben werden – von den Pächtern im Stadthallen-Restaurant bis zu den Wirten in der Altstadt, in Eltingen oder in den anderen Stadtteilen. Dann hätte jeder was davon, und es wäre ein schönes Gemeinschaftsprojekt.

Trotz aller Naturschönheit: Der Stadtpark hat wegen der Drogenszene nicht den ­besten Ruf.

Deshalb ja: Mehr Öffentlichkeit verdrängt die Szene.

Ein Baustein, um das Profil von Leonberg in Sachen Lebensqualität zu schärfen?

Es ist ja nicht so, dass wir keine Qualität haben. Der See ist doch das beste Beispiel. Das sieht aus wie ein Altrhein-Arm. Das Strohländle ist gerade zu Ende gegangen. Da kommen die Stuttgarter zu uns, nicht umgekehrt. Der Altstadtgarten, Glemseck 101, der Pferdemarkt – alles Beispiele, dass hier jede Menge los ist.

Es geht ja weniger um die Feste und Aktionen, sondern mehr um den Alltag. Wenn es auf dem Marktplatz 22 Uhr wird, räumen die Bedienungen in der Außengastronomie eiligst alle Gläser ab.

Das ist es ja: Alle wollen alles haben, aber keiner will das auch dulden. Jeder Marktplatz ist ein Ort voller Leben. Das ist schon seit dem Mittelalter so. Wer dort hin­zieht, muss sich darüber im Klaren sein.

Artikel bewerten
15
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen