LKZ-Sommergespräch „Bei der Post muss zügig gebaut werden“

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Seit Ende Mai ist die alte Hauptpost zu, bald soll das Areal neu bebaut werden. Diesen Ort haben sich Willi Wendel und Elke Staubach von der CDU für das Interview mit LKZ-Redaktionsleiter Thomas Slotwinski ausgesucht. Foto: factum/

Leonberg - Die alte Hauptpost steht zwar leer, doch hier soll das neue Herz der Stadt schlagen. Für die CDU-Fraktionschefin Elke Staubach und ihren Fraktionskollegen Willi Wendel Grund genug, hier zum Sommergespräch zu bitten.

Frau Staubach, Herr Wendel, die CDU war bis Mai stärkste Fraktion im Gemeinderat. Jetzt ist sie nur noch auf Platz 3.

Staubach: Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Ergebnis zu akzeptieren. Wir haben unter dem Bundestrend gelitten. Zudem haben mit Gerhard Schwarz und Gabriele Ludmann zwei unserer Zugpferde nicht mehr kandidiert, die bei der Wahl vor fünf Jahren zusammen 15 000 Stimmen geholt hatten. Bedauerlich ist zudem, dass es keiner unserer jüngeren Kandi­daten geschafft hat. In vergleichbaren Städten im Kreis ist das ähnlich.

Gibt es nun einen grünen Durchmarsch?

Staubach: CDU, Freie Wähler und FDP haben 16 Stimmen. Grüne, SPD, SALZ und die Linke auch 16. Es gibt also keine alleinige grüne Mehrheit. Ohnehin wird im Gemeinderat fast immer themenspezifisch entschieden. Wir stehen mit den anderen in einem konstruktiven Kontakt.

Als Gesprächsort haben Sie sich die alte Hauptpost ausgesucht ...

Wendel: ... weil man hier die Verkehrsprobleme vor Augen hat. Statt aber immer wieder teure Gutachten in Auftrag zu geben, müssen wir praktisch handeln.

Sie meinen die Verringerung von vier auf zwei Spuren, die der OB anregt?

Staubach: Die Frage ist: Wie durchlässig machen wir unsere Stadt? Wenn es sich nicht lohnt, bleiben jene Fahrer, die die Staus auf den Autobahnen umgehen wollen, von vorne herein draußen.

Wendel: Um den Verkehr umzulenken, muss man nicht die Straße aufreißen. Wir sollten es mit günstigen Absperrungen, etwa Pollern, in verschiedenen Varianten mindestens neun Monate versuchen. Danach werden über die Zeitung die Bürger nach ihrer Meinung gefragt. Ein gutes Beispiel ist der provisorische Kreisverkehr an der Kreuzung Stuttgarter/Neue Ramtelstraße. Der funktioniert seit Jahren gut.

Staubach: Denkbar wäre ein Einbahn-System vom Postareal über die Bahnhofstraße in Richtung Lindenstraße. Dabei muss beachtet werden, wie das Postareal gut angebunden wird.

Sie nennen das Stichwort: Postareal. Dass dafür der kleine Wald vor der Post fallen soll, ist heftig umstritten.

Staubach: Es gibt einen Ratsbeschluss, dass dort gebaut werden soll. Der Investor Strabag hat Pläne. Hier muss geprüft werden, ob Änderungen möglich sind, um Bäume zu erhalten. Ein weiteres Manko: Die bisher zur Belieferung der vorgesehenen Großmärkte geplante Einfahrt ohne Wendemöglichkeit kann nicht klappen.

Wendel: Zwei Bäume direkt am Eingang der Post sind in einem schlechten Zustand. Die könnten problemlos weg.

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