Linke in Leonberg Das Profil einer lebenswerten Stadt

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Was ist denn Ihre Vision einer lebenswerten Stadt?

Eine Stadt, in der man leben, arbeiten und seine Grundbedürfnisse befriedigen kann, einkaufen etwa.

Ist das Einkaufsangebot ein Qualitätsmerkmal?

Aber ja! Und es bedient ja nicht nur die eigenen Bürger, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort, wenn etwa viele Kunden aus anderen Kommunen kommen. Deshalb ist es gut, dass die Citymanagerin so viele Aktionen macht, um unseren Handel und die Gastronomie zu stärken.

Gehört Kultur zu den Grundbedürfnissen?

Definitiv! Und da haben wir noch Nachholbedarf. Wir haben viele Jahre sehr viel für den Sport gemacht und die Kultur vernachlässigt. Dabei überleben Kunst und Kultur Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende.

Bei der alten Schuhfabrik haben wir den klassischen Konflikt Kultur versus Wohnraum. Wofür sind Sie?

Als Wohnstandort halte ich die Schuhfabrik für nicht geeignet. Dort ist es zu klein und zu eng. Ich könnte mir hier sehr gut eine Begegnungsstätte für das Stadtviertel vorstellen.

Also keine Kultur?

Eine Kombination von Begegnung und Kultur, aber im kleineren Rahmen. So erreichen wir Menschen, die sonst zu Kunst und Kultur keinen Zugang hätten.

Wie wichtig ist für Sie die Altstadt?

Sehr wichtig. Und deshalb bin ich dafür, dass sie autofrei ist, nicht nur der Marktplatz, sondern die ganze Altstadt.

Da werden Ihnen die dortigen Gewerbetreibenden, Anwohner, aber auch parkplatzsuchende Kunden etwas anderes erzählen.

Wir haben mit dem Parkhaus ein fantastisches Angebot. Es ist extrem preisgünstig, räumlich sehr viel großzügiger als die meisten anderen, und mit dem Aufzug ist man direkt am Marktplatz. Andere Städte beneiden uns darum, hier reden es einige schlecht.

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