Leonberger Pferdemarkt Volle Keller, volle Geschäfte: So geht Pferdemarkt

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Dichtes Gedränge schon am frühen Abend im neuen Kleinfelder-Keller. Foto: factum/Bach

Leonberg - Am Sonntagmittag sammelt Martin Kleinfelder vor seinem Haus in der Graf-Ulrich-Straße Unrat ein. In der Nacht war viel Betrieb nicht nur in seinem Keller, sondern auch davor. Der neue unterirdische Treff ist gleich zur Pferdemarktpremiere voll eingeschlagen. Nicht nur hier geht’s ab. Das Pferdemarktwochenende lässt sich insgesamt gut an. Daran ändert auch der Sturm nichts. Beobachtungen von der Nacht und vom Tag.

Eine einzige Tanzfläche

Samstag, 19.45 Uhr, Kleinfelder Keller: Der DJ legt erst in einer Stunde los, doch das neue Gewölbe ist gut gefüllt. Auch der Baubürgermeister, er hatte sich für die Sanierung stark gemacht, ist da. Klaus Brenner ist mit dem Ergebnis zufrieden. Die anderen auch. Die Thekencrew um Oliver Reuter hat viel zu tun. Zwei Stunden später ist der Keller eine einzige Tanzfläche.

20.15 Uhr, Omas Küche: Die Plätze in dem bosnischen Restaurant, das ebenfalls einen Keller hat, werden knapp. Viele nutzen die Ruhe am Rande der Altstadt zur Stärkung ohne Gedränge und laute Musik. Auch der Ochsen, wo Nikos Tsatsas griechische Spezialitäten serviert, ist ein Ort der Entspannung.

Von Anneliese bis Anita

21 Uhr, Ruff-Keller: Von Ruhe kann in den Tiefen unter der Metzgerei keine Rede sein. Der letzte echte Traditionskeller ist voll. Das Team von Yvonne und Matthias Ruff serviert Gulasch und Wurstsalat. Der Wimsheimer Frank Ramsayer und sein Kollege Werner Schnürle, besser bekannt als Club 2, spielen deutsche Schlager von Anneliese bis Anita. Da wagen sich sogar ein paar Tänzer aufs Parkett.

21.50 Uhr, Domizil: Lothar Mattner steht mit einigen Gästen vor dem Seiteneingang. „Ihr könnt es probieren, aber es ist sehr eng“, sagt der Chef den Neuankömmlingen. Tatsächlich ist es im Keller so voll, dass sich schon auf der Treppe die Leute stauen. Nicht viel anderes sieht es im Adler-Keller von Inge und Hansi aus. Auch in der Sonne ist Stau-Alarm. Immer zum Pferdemarkt und zur Fasnet funktionieren die Waldhexen das einstige Restaurant zum Tanzsaal um. Da vibriert das alte Gemäuer.

Junges Publikum auf den Tischen

22.30 Uhr, Arda’s Grand Cru: In der beliebten Weinbar geht es gepflegter zu. An der Theke knubbelt es sich zwar, doch unten im Keller können die Gäste ohne Platzangst die rockige Livemusik genießen. Der gehobene Komfort hat seinen Preis: Ein 0,2-Glas Wein kostet 7,50 Euro.

23.30 Uhr, Illig’s Lustige Kelter: In der Hindenburgstraße tobt die Après-Ski-Party, die besonders ein junges Publikum auf die Tische bringt. Aber auch für manchen Eltinger ist der Weinhof eine beliebte Raststation auf dem weiten Weg aus oder in die Altstadt.

Betrieb von Anfang an

Sonntag, 12.20 Uhr, Graf-Ulrich-Straße: Obwohl der verkaufsoffene Sonntag offiziell erst um 13 Uhr losgeht, hat Helmut Morweiser seine Ladentüre offen. „Es sind schon so viele Leute unterwegs“, sagt der Juwelier. Auch bei Blumen-Albert erfreuen sich die Kunden angesichts der Mittagssonne an den grünen Frühlingsboten.

14 Uhr, Eltingen: Der aufkommende Sturm kann den Betrieb beim Herren-Ausstatter Wibbel nicht stoppen. Bei Kaffee und Häppchen macht die Suche nach Jacketts und Hosen noch mehr Spaß. Beim Bad-Ausstatter Schaal finden die Fachvorträge über altersgerechte Bäder oder energiesparende Ausstattungen Anklang.

Charmanter Graf

17.15 Uhr, Altstadt: Im Vinum von Ziegler herrscht Hochbetrieb. Der charmante Winzer Felix Graf Adelmann bietet besondere Tropfen an. Da probiert auch der Oberbürgermeister den einen oder anderen Roten. Nach seiner spektakulären Flucht aus dem Rathaus hat sich Martin Kaufmann das mehr als verdient.

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