Leonberg Kommentar: Bitte mit Sinn!

Von Thomas Slotwinski

Die Beschlüsse der Ortschaftsräte sind für die Politiker im gesamtstädtischen Gemeinderat deshalb von hoher Bedeutung, weil die Menschen vor Ort am besten wissen, was vor ihrer Haustür geschieht. Die finale Entscheidung trifft allerdings stets der große Rat.

In den meisten Fällen folgen die Stadträte jedoch den Kollegen aus den Ortsteilen – aus den eingangs erwähnten Erwägungen. Bei der Frage nach den Standorten für E-Ladestationen haben sie es nicht getan. Und das ist richtig so. Denn wenn eine stadtweite Ausrüstung mit Ladesäulen Sinn machen soll, dann muss sie auch mit Sinn umgesetzt werden.

Dass aber das unter anderem wegen seiner naturnahen Lage als Ausflugslokal äußerst beliebte Sportheim Gebersheim eine ideale E-Tankstelle sein soll, macht keinen Sinn. Bei der Warmbronner Staigwaldhalle sieht es nicht anders aus.

Zwar ist es verständlich, dass die Ortspolitiker zuallererst ihre lokalen Probleme im Visier haben, und das sind sehr oft Parkprobleme. Doch der SPD-Fraktionschef Ottmar Pfitzenmaier hat es treffend formuliert: „Bei solchen Themen muss die Philosophie in der ganzen Stadt einheitlich sein.“ Wenn die Weichen für eine andere Mobilität gestellt werden, dann müssen in der Kernstadt die selben Regeln gelten wie in den Außenbezirken. Das Aufwärmen dieser Debatte war kein gutes Beispiel für pragmatische Demokratie.

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