Leonberg Tanz der Vampire für Nachwuchstalente

Von
Mit viel Elan führen die Teilnehmer die einstudierten Stücke auf. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Fünf regungslose Gestalten liegen auf dem Boden der Bühne der Gerhart-Hauptmann-Realschule. Gespannt wartet das Publikum darauf, dass die Vorstellung beginnt. Ein lautes Türenknallen aus der anderen Ecke des Raumes lässt die    Zuschauer zusammenschrecken. Ein Vampir tritt ein und schreitet auf die ­Bühne. Überall im Raum erwachen weitere aufwendig kostümierte Blutsauger, die sich mit abgehackten Bewegungen auf die Bühne bewegen. Was dann beginnt, ist ein wahres Spektakel aus Tanz, Gesang und Schauspiel.

23 Vampire singen und tanzen

Insgesamt 23 Vampire im Alter von sechs bis vierzehn Jahren haben bei der Abschlussaufführung des Musicalworkshops die „öde, blöde Ewigkeit“ beklagt. Der viertägige Ferienkurs des Chorverbandes Johannes Kepler hatte unter der Leitung der Dozenten Tanya Newman und Thomas Hirschfeld passend zu Halloween eine kurze Sequenz des deutschsprachigen Musicals Tanz der Vampire aufbe­reitet. Tanya Newman, die bereits als ­Gesangscoach der Kinder für Musicals wie „Ich war noch niemals in New York“ und „Tarzan“ tätig war, zeigt sich zufrieden mit dem Resultat der Aufführung, besonders hinsichtlich der Umstände: „Es war wirklich eine sehr kurze Zeit und eines der schwersten Musicals – und es ist für ­Erwachsene geschrieben.“

„Ich bin richtig stolz“

„Es passt einfach am besten zu der Jahreszeit“, begründet Angelika Puritscher ihre Wahl, einige Stücke aus dem Erfolgsmusical Tanz der Vampire darzustellen. Die Organisatorin des Workshops äußert sich begeistert: „Ich bin richtig stolz!“ Eltern, Geschwister und Zuschauer teilen ihren Enthusiasmus. „Was die Kinder da innerhalb von vier Tagen geschafft haben – ­Respekt!“, berichtet eine Mutter.

Doch auch die bunt gemischte Teilnehmergruppe zeigt sich angetan von dem Workshop, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand. Grund dafür: Neben dem gemeinsam aufgeführten Part durften die Nachwuchstalente freiwillig kleine Soli singen, die den Höhepunkt des Auftrittes bildeten. Sowohl die Aufführung, als auch der Workshop waren für alle Teilnehmer ein voller Erfolg. „Thomas und Tanya ­haben alles ausführlich erklärt“, erzählt die zehnjährige Theresa Hölter, die bereits im Broadway Musical „Anastasia“ bei zahlreichen Vorstellungen die Hauptrolle gespielt hat. Begeistert fügt sie hinzu: „Wenn ich groß bin, möchte ich auf jeden Fall bei Tanz der Vampire mitmachen!“

Artikel bewerten
0
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen