Leonberg So charmant wie Peter Alexander

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Armin Stöckl verzaubert mit Janel Frazée und Katja-Franziska Kunstmann das Publikum. Foto: factum/Bach

Leonberg - In Armin Stöckl hat die Operetten- und Musicalgala einen ganz besonderen Gastgeber gefunden. Gekonnt führt der Sänger und TV-Moderator mit ­Geschick für die Schauspielerei durch den Abend. Dabei liegt und steht ihm der Flirt mit dem Publikum und die ausladende ­Gestik ganz besonders.

Charmant ist er, der Armin Stöckl. Ein bisschen erinnert er an den jungen Peter Alexander. In seinen unterschiedlichen Rollen ist der Niederbayer ganz aufgegangen. Bei der Präsentation einiger Titel aus „Tanz der Vampire“ schreitet er gemächlich durch die Besucherreihen, bahnt sich seinen Weg hinauf zur Bühne. Bekleidet ist er mit einem schwarzen Umhang. Sein Haar lang und schwarz. Selbstverständlich verzichtet er für diesen Auftritt nicht auf die passenden Vampirzähne. Ganz so bissfest scheinen die aber nicht zu sein. Ein Zahn, erzählt Stöckl, ist während des Auftritts abgebrochen und verloren gegangen.

Mit Begleitung ins „Weiße Rössl“

Danach schüttelt der Moderator alle Schwermut ab. Ganz beschwingt geht’s ­hinein in die nächsten Titel mit „Meine Lippen, sie küssen so heiß“, und „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“. Eine passende ­Begleitung findet Armin Stöckl in seinen beiden Gesangspartnerinnen Janel Frazée und Katja-Franziska Kunstmann. Wundervoll gekleidet spielen und singen sie ihren Part solo oder auch im Duett.

Gemeinsam begeben sie sich auch ins „Weiße Rössl“ an den Wolfgangsee. „Aber meine Herrschaften“, heißt es da. Und schon ist er wieder da. Der charmante ­„Peter Alexander“ alias Armin Stöckl. Mit einem Tablett in den Händen sucht er erneut die Nähe zu seinem Publikum. Da gibt es eine abgebrochene Plastikrose für eine Dame in der ersten Reihe, ein falsches Ei und ein über dem Kopf eines Besuchers entleertes „Bierglas“. Zum Glück nur eine Attrappe. Der Gast bleibt trocken, doch vielleicht kullert bei dem einen oder anderen Besucher eine kleine Lachträne.

Ein wenig ernster, doch nicht weniger charmant, ist das „Elisabeth“-Medley aus dem gleichnamigen Musical. Ein Höhepunkt des Abends ist sicherlich die Verwandlung des Armin Stöckl in den King „Elvis Presley“. Im weißen Jumpsuit steht er vor seinem jubelnden Publikum. Sein Hüftschwung: mal angedeutet, mal kräftig kreisend ausgeführt.

Gute Interaktion der Künstler

Mit einem Medley aus dem „Phantom der Oper“ tritt Stöckl mit weißer Maske vor sein Publikum. Auch hier präsentiert er   sich gemeinsam mit seinen beiden ­Gesangspartnerinnen Kunstmann und Frazée. Katja-Franziska Kunstmann stand bereits im zarten Alter von vier Jahren erstmals für Theaterproduktionen auf der Bühne. Seit 2013 ist sie freiberufliche ­Sängerin. Die amerikanische Sopranistin, Janel Frazée, sang schon im Vatikan und im Weißen Haus.

Die Interaktion der drei Künstler war durchaus gut, auch wenn die Gesangsperformance hier und da etwas schwächelte. Die gute Laune wurde mit fröhlichen Titeln wie auch mit melancholischen Songs transportiert. Und die Show? Die stand sowieso für sich und machte den Abend aus. So war es nicht verwunderlich, dass das Publikum den Akteuren oben auf der Bühne zum ­Ende der Musical- und Operettengala mit Applaus im Stehen für diesen abwechslungsreichen Abend dankte.

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