Leonberg Schon wieder ist die Gebersheimer Schule zu klein

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2016 bis 2018 wurde die Gebersheimer Grundschule saniert. Foto: factum/Archiv

Leonberg - Rund 1,1 Millionen Euro hat die Sanierung am Altbau der Grundschule Gebersheim gekostet. Dies hat der Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung anerkannt, gepaart mit der Freude, dass das Vorhaben sogar um fast 115 000 Euro günstiger wurde als geplant.

Doch die gegenwärtige Entwicklung in der Kinderbetreuung, die von fast 75 Prozent der Schüler im Leonberger Teilort in Anspruch genommen wird, führt dazu, dass das Schulgebäude zu klein ist. Vor allem für die verlässliche Grundschule werden zwei zusätzliche Klassenräume und die dazugehörigen Nebenräume benötigt.

Für deren Planung sind im Leonberger Haushalt 2020100 000 Euro eingestellt. Das hat den Freie-Wähler-Ortschaftsrat Martin Epple veranlasst, einen Antrag zu stellen, dass die Planung zügig aufgenommen werde, damit in den kommenden zwei Jahren das etwa 1,5 Millionen-Euro-Vorhaben auch verwirklicht werden kann.

Der Platz reicht

In Gebersheim sind auch die Räume für die Kinderbetreuung knapp, doch für die kommenden drei Jahren zeichnet sich bei den Jüngsten einen Entspannung ab. Im Kindergarten stehen für die 85 angemeldeten Kinder 77 Plätze zur Verfügung. Doch Gabriele Schmauder, die Leiterin des städtischen Amtes für Jugend, Familie und Schule, rechnete den Ortschaftsräten vor, dass die Plätze ausreichen. Vor allem, weil weniger Kinder unter drei Jahren die Krippe besuchen – und diese dann nicht, wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, zwei Kindergartenplätze belegen. Auch der neue private Tapir „Kolibri“ (Tagespflege in anderen geeigneten Räumen) mit sieben Plätzen bringt Entspannung.

Das führt auch dazu, dass die Mensa, in der die Kinder des evangelischen Eric-Carle-Kinderhauses sowie die in der verlässlichen Grundschule und im Hort betreuten Schüler verköstigt wurden, aus dem Foyer der Gäublickhalle verlegt werden konnte. „Dieses Foyer ist eigentlich der Ersatz für das an dieser Stelle abgerissene Bürgerhaus gewesen und sollte den Vereinen als Treffpunkt zur Verfügung stehen“, gab der langjährige Kommunalpolitiker Martin Epple zu bedenken.

Es wurde ordentlich saniert

Die Sanierung an dem 1970 in Massivbauweise errichteten Altbau der Schule erfolgte in der Zeitspanne 2016 bis 2018 in zwei Bauabschnitten. Der 1997 erstellte Erweiterungsbau wurde dabei ausgenommen. Im ersten Bauabschnitt wurde hauptsächlich der Innenbereich saniert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Alle Aufenthalts- und Nebenräume erhielten neue Heizungs- und Elektroinstallationen.

Im zweiten Bauabschnitt wurden die Fassadenflächen, die Fenster und das Dach saniert. Die 45 Jahre alten Dachziegel und die Zwischensparrendämmung wurde ausgetauscht. Alle Klassen und Verwaltungsbereichsräume erhielten neue Fenster mit Sonnenschutz.

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