Leonberg schnürt Energiesparpaket Das Leobad wird nur noch von der Sonne beheizt

Von Nathalie Mainka
Die Becken im Leobad werden, mit Ausnahme des Kinderbeckens, nicht mehr mit Gas beheizt. Foto: Simon Granville

Viele Städte und Gemeinden überlegen derzeit, wie sie einer möglichen Gasmangellage begegnen. Die Stadt Leonberg setzte dafür schon im Juli eine Arbeitsgruppe „Energiesparen“ mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Ämtern der Stadtverwaltung ein. Jetzt sind erste Maßnahmen umgesetzt.

Haushalten bei Strom und Gas

Leobad, Hallenbad, Volkshochschule, Bücherei, Sporthalle, Rathaus, Schule und Kita – das sind nur einige Beispiele für städtische Gebäude. Und natürlich verbrauchen auch sie Strom und Gas. Zwei Ressourcen, die angesichts der Energieknappheit immer kostbarer werden. Der Auftrag des Oberbürgermeisters Martin Georg Cohn (SPD) Mitte Juli lautete: Maßnahmen zur Einsparung in einer Arbeitsgruppe zu identifizieren, diskutieren und analysieren. Erste Ergebnisse aus dieser Arbeitsgruppe sind nun umgesetzt.

Seit Mittwoch dieser Woche ist die Außenbeleuchtung am Rathaus abgeschaltet. Zwischen 20 Uhr und 6.30 Uhr sind die Büros nicht mehr besetzt. So kann die Klimatisierung angepasst und Strom gespart werden, weil keine Geräte laufen und die Beleuchtung ausgeschaltet ist.

Wasser im Freibad wurde kühler

Besucher, die regelmäßig ins Freibad gehen, haben es bereits am eigenen Leib gespürt. Das Wasser ist ein bisschen kühler als noch in den vergangenen Wochen. Und das, obwohl es gerade tagsüber permanent von der Sonne erwärmt wird. Seit dem 10. August werden alle Becken im Leobad, mit Ausnahme des Kinderbeckens, nicht mehr zusätzlich über die erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerke und den Gaskessel beheizt. Ausschließlich die Solaranlage sorgt für beheizte Becken. Das bedeutet, dass die Wassertemperatur an sonnenarmen Tagen in Folge auch sinken wird.

In den Leonberger Verwaltungsgebäuden wurde bereits im Juli das warme Wasser abgestellt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Besucher können sich seither nur noch mit kaltem Wasser die Hände waschen. In der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause am 27. September sollen dann weitere Energiemaßnahmen in der Stadt besprochen und verabschiedet werden.

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