Leonberg: Pfefferspray bei McDonalds Mehrere Verletzte bei Reizgasattacke

Von hem
Rettungskräfte haben insgesamt 13 Verletzte versorgen müssen. Foto: dpa-Zentralbild

Leonberg - Eine Reizgasattacke hat im Schnellrestaurant McDonalds in Leonberg-Ramtel einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Mehrere Gäste des Schnellrestaurants hatten am Sonntagabend über Atemnot geklagt, das Restaurant wurde daraufhin geräumt. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte durch Messungen ausschließen, dass Gas aus einer undichten Leitung ausgetreten war. Stattdessen stellten die Feuerwehrleute fest, dass der Geruch von Pfefferspray in der Luft lag, so dass es wahrscheinlich ist, dass ein Unbekannter Reizgas versprüht hatte. Mehrere Polizeibeamte haben am Montagvormittag nochmals nach Hinweisen in dem Schnellrestaurant gesucht und versucht, Zeugen des Vorfalls ausfindig zu machen. „Ergebnisse gibt es aber derzeit noch nicht“, erklärte Pressesprecherin Tatjana Wimmer vom Polizeipräsidium Ludwigsburg auf Anfrage.

Insgesamt musste der Rettungsdienst 13 Restaurantbesucher ärztlich versorgen, weitere drei Personen meldeten sich später mit Beschwerden. Die McDonalds-Filiale konnte am Sonntagabend wieder geöffnet werden, nachdem gründlich gelüftet worden war. Die Feuerwehr Leonberg war mit fünf Fahrzeugen und 30 Mann im Einsatz, der Rettungsdienst Böblingen mit fünf Fahrzeugen, neun Sanitätern und drei Notärzten. Nach Auskunft von Pressesprecherin Wimmer gab es vor Kurzem ebenfalls Reizgasattacken in Bietigheim-Bissingen und in Sindelfingen.

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