Leonberg/Handball „Die Attraktivität der Ligen wird gesteigert“

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Durch die geplante Strukturreform im Handballverband Württemberg müssen künftig mehr als 100 Spiele weniger gepfiffen werden. Foto: Patricia Sigerist

Leonberg - Dem Handballsport in Württemberg stehen einige Veränderungen bevor. Die Verbandsliga, das ist der Kernpunkt, soll wieder eingeführt werden. Michael Roll, der Vorsitzende im Verbandsausschuss Spieltechnik des Handballverbandes Württemberg (HVW), spricht im Interview über die geplante Strukturreform.

In diesen Wochen machen in den Sporthallen immer wieder Gerüchte die Runde. Klar ist, dass Reformen anstehen. Auf was genau müssen sich die Handballer denn einstellen?

Wir arbeiten an einer neuen Spielklassenstrukturreform. Die Planungen dafür haben wir inzwischen eingetütet und den Vereinen das Modell vorgestellt. Angedacht ist die Einführung einer neuen Spielklasse, der Verbandsliga. Diese soll zwischen der Landesliga und der Württemberg-Liga liegen. Im Zuge unserer Reform soll zudem auf die Relegationsspiele am Ende einer Saison verzichtet werden, auch um den Mehrabstieg aus der Baden-Württemberg-Oberliga in den Verband zu kompensieren, da hier in den vergangenen Jahren mehr Mannschaften aus der Baden-Württemberg-Oberliga abgestiegen sind als in diese aufgestiegen.

Wie sehen die Planungen für die bestehenden Ligen konkret aus?

Aktuell haben wir zwei Württemberg-Liga-Staffeln, hier soll es von der Saison 2020/2021 an nur noch eine geben. Darunter sind dann zwei Verbandsliga-Staffeln geplant. Anstatt der drei Landesliga-Staffeln soll es vier geben. Die acht Bezirksliga-Gruppen bleiben erhalten. Somit sind wir wieder bei einer stabilen 1-2-4-8er-Pyramide und können einfacher Staffelgrößen anpassen, auf Mehrabstieg von oben reagieren und sind deutlich flexibler als mit der bisherigen 2-3-8er-Pyramide.

Wird sich in diesem Zuge innerhalb der Ligen etwas ändern?

Ja, wir wollen die Anzahl der Mannschaften in den einzelnen Ligen reduzieren. Ein Beispiel: Derzeit haben wir zwei Württemberg-Liga-Staffeln mit jeweils 15 Mannschaften. Künftig soll es dann nur noch eine mit 14 Mannschaften geben. Darunter zwei Verbandsliga-Gruppen mit je zwölf Teams und vier Zehner-Staffeln in der Landesliga.

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