Leonberg/Ditzingen Für sechs Jahre stehen die Kirchenparlamente fest

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Die Moderatorin Monika Johna (3.v.l.) hat im Vorfeld der Wahl die neuen Synodalen Ute Mayer ( 2.v.l.), Angelika Klingel und Burkhard Frauer (rechts) sowie die nun gewählten Ersatzkandidaten Gottfried Holland (links) und Sebastian Bugs vorgestellt. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Zur Wahl des großen Kirchenparlaments der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der Synode, und die der lokalen Vertreter, der Kirchengemeinderäte, waren die evangelischen Christen am Wochenende aufgerufen. Jeder und jede, die das 14. Lebensjahr vollendet hatten, waren wahlberechtigt.

Mehr als 400 000 der knapp 1,8 Millionen Wahlberechtigten haben sich an der Wahl beteiligt. Mit 22,92 Prozent fiel die Wahlbeteiligung um 1,4 Prozentpunkte niedriger als 2013.

Bei der Wahl zur 16. Landessynode im Wahlbezirk 6, Leonberg-Ditzingen, wurden Angelika Klingel (Offene Kirche) mit 10 775 Stimmen und Ute Mayer (Lebendige Gemeinde) mit 9915 Stimmen als Laien gewählt. Als Theologe gewählt wurde Pfarrer Burkhard Frauer (Evangelium und Kirche) mit 8033 Stimmen.

Im Wahlbezirk sind insgesamt 63 510 Wahlberechtigte registriert, davon 35 751 im Kirchenbezirk Leonberg. Die Wahl­beteiligung lag bei 25,06 Prozent (2013: 26,4 Prozent) und damit leicht über dem Landeskirchendurchschnitt von 22,9 Prozent (2013: 24,3 Prozent).

Wechsel beim Theologensitz

Vikar Sebastian Bugs (Kirche für morgen) ist mit 8263 Stimmen Ersatzkandidat, ­beziehungsweise Nachrücker für einen Laiensitz, Pfarrer Gottfried Holland (Lebendige Gemeinde) ist mit 6223 Stimmen Ersatzkandidat, beziehungsweise Nach­rücker für den Theologensitz.

Der Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ verliert damit den Theologensitz an „Evangelium und Kirche“. Angelika Klingel und Ute Mayer waren schon in der vergangenen Synode als Abgeordnete des Wahlbezirks vertreten. Der Vertrauensausschuss zur Synodalwahl wird am Donnerstag, 5. Dezember, um 18 Uhr, im Leonberger Haus der Begegnung zusammenkommen, um das amtliche Endergebnis festzustellen.

Den Wahlbezirk Leonberg-Ditzingen hat es bei dieser Kirchenwahl letztmalig gegeben. Die Fusion der Kirchenbezirke Ditzingen und Vaihingen zum 1. Januar 2020 hat auch zur Folge, dass das ­kirch­liche Wahlgesetz geändert wird. Bei der nächsten Kirchenwahl 2025 wird es einen Wahlbezirk Vaihingen-Ditzingen geben. Leonberg wird mit Mühlacker einen ­gemeinsamen Wahlbezirk bilden.

In der evangelischen Kirchengemeinde Leonberg-Nord sind rund 20 Prozent der knapp 5000 Wahlberechtigten zu den Urnen gegangen. Gewählt wurden in den Kirchengemeinderat Ursel Beuttler (1301 Stimmen), Ulrich Bolay (1119), Kerstin Balden-Burth (1084), Gabriele Bubeck (1062), Frieder Hettinger (1029 Stimmen), Joachim Roth (868), Jutta Häbe-Alber (766), Kornelius Knapp (758), Lutz Busko (717), Cornelia Siegel (711), Sylvia Frederich (583) und Regine Schmidt (571). Nicht gewählt wurde Gabriele Aßmann (463 Stimmen)

In der evangelischen Kirchengemeinde Eltingen wurde die geringste Wahl­beteiligung im gesamten Kirchenbezirk Leonberg verzeichnet. Die lag bei 24,21 Prozent, in Eltingen gingen von den 3351 Wahlberechtigten gerade mal 18,50 Prozent zu den Urnen.

Geringste Wahlbeteiligung

Gewählt wurden Tina Kotte (701 Stimmen), Martin Zahner (654), Bernhard Bruchmann (593), Gisela Schneider (580), Martina Brinkmeier (537), Sigrid Wendel (525), Mario Steinheil (404), Thomas Vogel (377), Craig Messner (359). Nicht gewählt wurden Klaus Jürgen (309 Stimmen) und Heike Dietze-Rogowsky (303).

In der evangelischen Kirchengemeinde Gebersheim-Höfingen lag die Wahl­beteiligung bei 23,58 Prozent. Insgesamt 2850 Gemeindeglieder ab dem 14. Lebensjahr waren aufgerufen, den Kirchen­gemeinderat zu bestimmen.

Für Höfingen wurden gewählt Hiltrud Kistenmacher-Lienert (637 Stimmen), Sabrina Maier (475), Susanne Schäuffele (445), Otto Karl (430), Evemarie Buch (426), Johannes Kübler (399). Nicht ­gewählt wurden Vera Jeutter (393 Stimmen), Martin Podtschaske (386) und ­Steffen Wittmann (232).

Für Gebersheim vorgeschlagen und gewählt wurden Christine Schultheiß (661 Stimmen), Monika Wudi (571), Frank Rößger (451). Nicht gewählt wurde ­Matthias Urbanke (393 Stimmen)

Die evangelische Kirchengemeinde Warmbronn verzeichnete eine Wahlbeteiligung von 24,01 Prozent bei 1387 Wahl­berechtigten. Gewählt wurden in den ­Kirchengemeinderat Andrea Koch (425 Stimmen), Cornelia Straubinger (361), ­Lukas Gebert (349), Martin Jäger (333), Gudrun Bertleff-Wendel (277), Susanne Bock (260) und Ortrud Aichinger (254).

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