Leonberg Die Stadt verzichtet auf Kita-Gebühren

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Ist in Leonberg ein städtischer Kindergarten coronabedingt geschlossen, müssen die Eltern keine Gebühren zahlen. Foto: Pixabay

Leonberg - Ist ein städtischer Kindergarten in Leonberg coronabedingt geschlossen, müssen die Eltern keine Gebühren bezahlen. Diese Regelung gilt, so hat der Gemeinderat beschlossen, bis der Normalbetrieb wieder aufgenommen wird.

Voraussetzung ist, dass Eltern in dieser Zeit die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen oder genommen haben. Sofern sich die kirchlichen und freien Träger dem Beschluss anschließen, erhalten diese den Gebührenausfall erstattet.

Im Februar wurde bereits beschlossen, dass die Gebühren für die Kita- und Schulkindbetreuung für die Zeit des Lockdowns für die Eltern erstattet wird, deren Kinder keine Notbetreuung in Anspruch genommen haben. Insgesamt müssen etwa 2000 Fälle bearbeitet werden.

Durch die Erstattung verzichtet die Stadt monatlich auf knapp 300 000 Euro an Kita-Gebühren und etwa 100 000 Euro für die Schulkindbetreuung. Die Gebühren für Dezember 2020 werden den Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten rückwirkend bezogen auf die nicht genutzten Betriebstage erstattet. Nicht berücksichtigt werden dabei Schließtage der Einrichtung sowie Feiertage.

Für Januar 2021 wird den Eltern, die keine Notbetreuung in Anspruch genommen haben, die gebuchte Betreuungsgebühr erstattet. Da die Kitas und Grundschulen seit dem 22. Februar wieder geöffnet sind, werden die Gebühren für die verbleibenden und in Anspruch genommenen Betriebstage im Februar Tag genau mit 1/20 der Monatsgebühr erhoben.

23 Stellen sind unbesetzt

Von den 173 Erzieherstellen in den städtischen Kindergärten in Leonberg sind derzeit 23 nicht besetzt. Das teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage der CDU-Fraktionsvorsitzenden Elke Staubach mit. Um den Betrieb dennoch aufrecht zu erhalten, wurden 20 Stellen mit Aushilfen besetzt. Hierbei handele es sich zwar nicht um Fachkräfte, dies sei aber im Kindergartenjahr 2020/2021 aufgrund der Coronapandemie „ausnahmsweise zulässig“, heißt es aus dem Sozialdezernat.

Zwölf der insgesamt 32 Einrichtungen für Kinder in Leonberg laufen unter städtischer Trägerschaft. Außerdem entstehen zwei neue Tagesstätten (Nord und West) in der Kernstadt.

Die Stadt trägt die Kosten

Dort arbeiten nicht nur Erzieherinnen. Auch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Kinderkrankenpfleger, Hebammen, Haus- und Familienpfleger sowie Menschen mit erfolgreich bestandener erster Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- oder Sonderschulen sind im Einsatz, um die Betreuung der kleinsten Leonberger sicherzustellen. Die Kosten für die Nachqualifizierung des fachfremden Personals werden von der Stadt übernommen.

Darüber hinaus gibt es zwölf Integrationskräfte, drei Sprachfachkräfte im Rahmen eines von der Bundesregierung geförderten Programms, drei Praktikantinnen im Anerkennungsjahr, 29 Menschen in der sogenannten praxisintegrierten Ausbildung und 24 junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Außerdem sind drei ausländische Fachkräfte dabei, die in einem, wie es heißt, Anpassungslehrgang die Gleichstellung ihres Berufsabschlusses anstreben.

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