Leonberg Der nächste Kran ist schon im Einsatz

Von Kathrin Klette
Vom alten Kino an der Grabenstraße ist nichts mehr übrig außer dem nackten Fundament. Auf dem Gelände werden jetzt zwei neue Mehrfamilienhäuser entstehen. Foto: factum/Granville

Leonberg - Der erste Kran ist abgezogen – der zweite ist schon angerückt. Vor wenigen Tagen hat die Baufirma Acar Bau, die mit den Arbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Kinos an der Grabenstraße betraut ist, den Abriss des Bestandsgebäudes abgeschlossen. Die Arbeiten zum Neubau – an der Grabenstraße und dem Weg Im Zwinger sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen (wir berichteten) – haben bereits begonnen. „Dafür brauchen wir aber einen größeren Kran“, erklärte ein Sprecher des Bauträgers WMC-Objektbau auf Nachfrage. Auch die Container für die Arbeiter werden demnächst den gesperrten Bereich entlang der Grabenstraße säumen.

Die Baustelle nahe der Kreuzung zur Stuttgarter Straße dürfte den meisten ein Begriff sein, selbst wenn sie nicht mit allen Bauvorhaben in und um Leonberg vertraut sind. Denn da die Anfahrt zu der Baustelle nur über die Grabenstraße erfolgen kann und die Baufahrzeuge auch nur dort abgestellt werden können, mussten der Gehweg und eine Fahrspur auf einer Länge von 16 und einer Breite von sechs Metern gesperrt werden. Allerdings sind weiterhin bergauf und bergab zwei Spuren befahrbar. Die Einschränkungen für den Verkehr seien daher eher geringfügig, erklärte Undine Thiel, Pressesprecherin der Stadt Leonberg, auf Anfrage. Wartezeiten entstünden nur auf der Spur stadtauswärts, wenn der Bus Fahrgäste aufnimmt oder aussteigen lässt.

Stoßstange an Stoßstange

Staus gibt es an dieser Stelle weiterhin regelmäßig. „Die entstehen aber nicht durch die Baustelle, sondern durch Autofahrer, die von der Autobahn abfahren und meinen, durch die Stadt ginge es schneller“, sagt Thiel. Der Abschluss für den Rohbau ist nach aktuellem Stand für September geplant. Die Arbeiten haben sich demnach etwas verzögert, angedacht war August. „Es handelt sich hierbei um eine sehr sensible Baustelle“, erklärte der Sprecher des Bauträgers. Denn die Arbeiter können nicht mit schwerem Gerät auf der Baustelle anrücken und müssen große Rücksicht auf die benachbarten Bestandsgebäude nehmen. Dass sich trotzdem jemand dieses Standortes angenommen habe, um sich an das Projekt zu wagen, sei deshalb ein großer Gewinn für die Stadt, findet er.

Inzwischen ist der Abriss komplett erledigt. Was vom einstigen Kino als einziges noch übrig ist, ist der Gewölbekeller, der ein gutes Fundament bietet und daher weitgehend erhalten bleibt. „Auf den Wänden kann man gut aufbauen“, so der Unternehmenssprecher. Aktuell sind die Bauarbeiter mit den Erdarbeiten und dem Anlegen des Untergeschosses beschäftigt. Am Mittwoch wurde der neue Kran für den Hochbau aufgestellt. Am Ende sollen zwei mehrstöckige Häuser mit vier (Grabenstraße) beziehungsweise sechs (Im Zwinger) Wohnungen und einem begrünten Innenhof entstehen.

Im Mai 2017 soll alles fertig sein

Sechs der Wohnungen seien von den zuständigen Ilzhöfer Immobilien und Finanzierungen schon verkauft worden, sagte der Sprecher. Dazu gebe es weitere Interessenten. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet er etwa für Mai 2017. In dem bisherigen Ausmaß muss die Straßensperrung bis dahin aber nicht erhalten bleiben. Nach dem Abschluss des Rohbaus wird für die Autofahrer wieder deutlich mehr Platz sein. Die Sperrung in der bisherigen Form ist – gemäß der ursprünglichen Planung – bis Ende August dieses Jahres genehmigt. Was darüber hinaus geht, muss bei der Stadtverwaltung neu beantragt werden.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen