Leonberg Der Jazzclub Leonberg lebt – und wie

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Kim Hofmann lebt die Musik und liebt den Jazz – das spürt man. Foto: factum/

Leonberg - Musiker brauchen Bühnen, um zu spielen. Der Jazzclub Leonberg – das ist bekannt – hat große Probleme, solche Bühnen zu finden, nachdem ihm das Leo 2000 und der Blue-Note-Club gekündigt hatten. Doch der Jazzclub lebt – und er lässt sich auch nicht unterkriegen. Frithjof Gänger und seine Mitstreiter sind in seinem Kampf um die Spielstätte im Leo 2000 aktiv. Und schon bald wird eine endgültige Entscheidung erwartet, heißt es.

In der Zwischenzeit nutzt der Jazzclub-Chef jede Auftrittsmöglichkeiten, die sich ihm bieten. So war es am Freitagabend die Strohländle-Bühne auf dem Engelberg, die die Musiker zum Beben brachten.

On the stage waren Sängerin Kim Hofmann mit ihren Musikern Werner Acker (Gitarrist, Komponist, Arrangeur), Sebastian (Bassti) Schiller (Bass), Holger Bihr (Schlagzeug), Rainer Scheithauer (Klavier), Gerhardt Mornhinweg (Trompete, Flügelhorn) und Jazzclub-Chef Frithjof Gänger am Saxophon.

Mit im Gepäck hatten sie Songs wie „Right to be Wrong“ (Joss Stone), „Son of a Preacher Man“ (Dusty Springfield), „Think“ (Aretha Franklin) und „Woman’s Worth“ (Alicia Keys), um nur einige Beispiele zu nennen.

Qualität der Musiker ist herausragend

Und wie immer war die Qualität der Musiker herausragend. Denn genau das hat sich Frithjof Gänger auf die Fahne geschrieben. Er möchte den Leonbergern und der ganzen Region qualitativ hochwertige Musik bieten. Und das möglichst viel und oft. „Es bestehen vielfältige Kontakte in die Musikszene und auch zu Dozenten und Studenten der Musikhochschule“, sagt er.

Das Konzert am Freitag war ein gutes Beispiel. Die Sängerin Kim Hofmann, wie auch die anderen Musiker, blicken auf beeindruckende Erfolge. Im Alter von 14 Jahren nimmt Kim Hofmann Gesangsunterricht. Es folgt das Studium im Fach Pop-Gesang an der Hochschule für Musik und Kunst in Stuttgart, die sie 2016 mit Bestnote abschloss. Unterrichtet wurde sie von der renommierten Stuttgarter Sängerin Fola Dada.

Kim Hofmann arbeitet unter anderem mit Kosho von den Söhnen Mannheims zusammen, singt in zahlreichen Big-Bands und unterrichtet schon seit ihrem Studium Gesang – ein reiches musikalisches Leben also, welches die Sängerin lebt. Und dass Kim Hofmann die Musik lebt und liebt, spürte der Zuhörer am Freitag auf dem Strohländle. Gefühlvoll und sinnlich trägt sie die Lieder vor. Versinkt in ihnen. Ihre Bewegungen unterstützen die gesungenen Worte.

Menschen zusammen bringen, das ist es, was Frithjof Gänger will

So war das Strohländle eine gute Möglichkeit für den Jazzclub Leonberg, sich wieder zu zeigen. Und es war sicht- und spürbar, wie die Besucher diese erstklassige Musikpräsentation genossen. Wurden doch kurzerhand die zahlreichen Liegestühle aus den hinteren Bereichen von den Besuchern selbst nach vorn in den Bühnenbereich gebracht. So erfuhr der Jazzclub eine große Aufmerksamkeit. Und auch das gibt Kraft.

Eine gute Unterstützung für Frithjof Gänger in seinem Kampf um die Spielstätte, die das kulturelle Leben in Leonberg und der Region bereichert. Menschen zusammen bringen, das ist es, was Frithjof Gänger will. Nur braucht er eben die Bühne dazu. Eine kleine Bühne, die diese spezielle und gefühlsintensive Interaktion mit dem Publikum zulässt. Die Bühne für das ganz besondere Musikerlebnis.

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