Leonberg Citylauf-Team kommt mit einem blauen Auge davon

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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Dicht gedrängte Läuferinnen und Läufer. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - An diesem Samstag wäre es wieder so weit gewesen. Auf diesen Termin war die mittlerweile elfte Auflage des Leonberger Citylaufs datiert. Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter insgesamt 1280 Finisher. Und bei schönstem Sommer-Wetter wurden diese von begeisterten Zuschauern entlang der Strecke sowie im Start-Ziel-Bereich in der Steinstraße angefeuert.

Das alles – undenkbar in diesem Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Citylauf-Team die Veranstaltung bereits am 15. April abgesagt. „Das war im Nachhinein die richtige Entscheidung, bereits so früh für Klarheit zu sorgen. Somit sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, haben lediglich rund 1500 Euro verloren“, sagt Eberhard Trinkner, der Chef des Organisationsteams.

Kosten entstanden bei der Zeiterfassungsfirma, die bereits alles eingerichtet hatte – erstmals war eine Kooperation mit dem Waldmeisterlauf in Warmbronn geplant. Ermittelt werden sollte das stärkste Team über fünf Kilometer, das sowohl in Warmbronn als auch in Leonberg an den Start gegangen wäre. „Die Premiere dieser Team-Wertung findet nun im nächsten Jahr statt“, sagt Eberhard Trinkner. Das Werbematerial für den Citylauf war bereits gekauft. „Und wir haben natürlich auch schon viel Zeit in die planerische Tätigkeit gesteckt.“

Die Bestellung der T-Shirts, mit denen die Helferinnen und Helfer ausgestattet werden, konnte rechtzeitig gestoppt werden. So auch die Lieferung der gesponsorten Handtücher, die dem Starterpaket der Teilnehmer beigelegt werden. Auch der Sponsor für die Medaillen – der das Material zur Verfügung stellt und per Lasertechnik präzise formt – behielt das Paket bei sich. Und Eberhard Trinkner brauchte in diesem Jahr die Gravur nicht eigenhändig zu stanzen. „Allerdings wäre das kein Beinbruch gewesen, denn auf den Medaillen steht keine Jahreszahl, wir hätten sie auch im kommenden Jahr verwenden können.“ Die Verträge mit den Sponsoren erklärte das Citylauf-Team in diesem Jahr für nichtig. Die 20 Voranmelder, die sich bereits einen Startplatz gesichert hatten, bekamen die Gebühr zurück erstattet.

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Untätig waren die Organisatoren in den vergangenen Tagen und Wochen keinesfalls. Auch wenn sie bewusst auf eine Alternativ-Veranstaltung verzichten. „Einen virtuellen Lauf, wie es viele Kollegen anbieten, wollten wir nicht“, sagt Eberhard Trinkner, „er signalisiert zwar die momentane Verbundenheit der Läuferinnen und Läufer mit einer Veranstaltung, ersetzt aber in keiner Weise einen Präsenzwettbewerb.“ Dafür haben sie einen so genannten Laufkonjunkturplan erarbeitet, um diejenigen, die sich auf das Ereignis an diesem Samstag gefreut haben, mit Vergünstigungen der (Voranmelder-)Startgebühr im kommenden Jahr zu „entschädigen“. So zahlen Voranmelder beispielsweise zehn anstatt zwölf Euro.

Bedanken möchte sich das Citylauf-Team bei den Menschen, die zwischen dem 15. März und dem 30. Juni in einem systemrelevanten Beruf gearbeitet haben. Sie – und ein jeweiliger Partner – zahlen im kommenden Jahr nur fünf Euro Startgeld. Anmelden können sie sich allerdings nicht online, sondern nur bei vier Vor-Ort-Terminen in Leonberg, die noch rechtzeitig bekannt gegeben werden.

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