Leonberg Beratung und Begleitung im Pflegefall

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Das Leonberger Bürgerzentrum Stadtmitte erfüllt alle Voraussetzungen, damit hier ein Pflegestützpunkt errichtet werden kann. Foto: Simon Granville

Leonberg - Von den insgesamt 389 548 Menschen des Landkreises Böblingen wohnen 103 716 im nördlichen Teil des Kreises. Davon sind mehr als 11 300 älter 75 Jahre (kreisweit sind es 41 330). Statistisch gesehen werden viele von ihnen in den nächsten Jahren Pflege benötigen.

Damit sie und ihre Angehörigen gut beraten sind, richtet der Landkreis Pflegestützpunkte ein – einen davon in Leonberg im Bürgerzentrum Stadtmitte in der Neuköllner Straße. Hier können sich dann Interessierte aus Leonberg, Weil der Stadt, Renningen, Rutesheim und Weissach beraten lassen. Der Leonberger Gemeinderat hat die Verwaltung ermächtigt, Räume für die 1,68 Stellen im Bürgerzentrum an den Landkreis zu vermieten.

Die Gestaltung der Pflege einschließlich der Prävention und der sozialen Betreuung sowie die Beratung über die Angebote gehört zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Der überwiegende Teil der Pflege erfolgt zu Hause. Oft auch ohne Unterstützung von ambulanten Pflegediensten. Aber nur wer gut informiert ist, kann die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und deren Angehörigen auch in Anspruch nehmen.

Infos rund um Versorgung, Betreuung und Pflege

Als Träger der Sozialhilfe hat der Landkreis das Initiativrecht, bis Ende des Jahres von den Pflege- und Krankenkassen den Abschluss einer Vereinbarung zur Einrichtung von Pflegestützpunkten zu verlangen. Das sind wohnortnahe Beratungsstellen zur Versorgung und Betreuung der Versicherten und deren Angehörigen. Es sei wichtig, eine wohnortnahe, unabhängige und ganzheitliche Beratung für die künftigen Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft zu gestalten.

In Leonberg wird der Teilpflegestützpunkt Nord angesiedelt. In der Beratung können alle Fragen rund um die Versorgung, Betreuung und Pflege eines Menschen und der pflegenden Angehörigen angesprochen werden. Beim Pflegestützpunkt gibt es Auskünfte und Info-Material. Auch eine intensive Beratung und Begleitung durch ein sogenanntes Case-Management kann bei Bedarf angeboten werden. Die Finanzierung des Pflegestützpunkts erfolgt zu je einem Drittel durch die Krankenkasse, die Pflegekasse und den Landkreis als Träger der Sozialhilfe.

Kostenlose Beratung für alle

Kostenlos beraten werden Menschen allen Alters. Es spielt keine Rolle, ob sie selbst pflegebedürftig sind, pflegebedürftige Angehörige haben oder sich nur informieren möchten. Die Beratung ist neutral und unabhängig. Sie kann telefonisch, in den Büros oder zuhause stattfinden.

Wichtig für den Standort ist, dass er barrierefrei, zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist. Dazu muss geeigneter Büroraum und räumliche Nähe zu anderen für Senioren wichtigen Akteuren bestehen sowie ein niederschwelliger und bürgernaher Zugang. Das alles ist im Bürgerzentrum Stadtmitte gegeben.

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