Leobad-Sanierung Der Sprungturm fehlt

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Die Arbeiten haben im November 2018 planmäßig begonnen und liegen im Bauzeitenplan. Vieles sei anfangs unterirdisch abgelaufen, sodass nicht viel zu sehen war, so Brenner. Denn die meiste Technik liegt in den unterirdischen Räumen unter dem Gebäude und den Umläufen der Becken. „Bei einem Gesamtvolumen von knapp 15 Millionen Euro sind rund 90 Prozent aller Arbeiten vergeben worden“, freut er sich. Und noch mehr darüber, dass die bisherige Vergabesumme von rund 10,6 Millionen Euro um etwa 900 000 Euro unter den ursprünglich berechneten Kosten liegt.

Der beste Beweis, dass die Abbrucharbeiten abgeschlossen sind, ist das Fehlen des Sprungturms. Weil der den gültigen Normen nicht mehr entsprochen hat, wird er ersetzt. Um die Wiederherstellung dieses Turmes hatte es seinerzeit im Gemeinderat heftige Diskussionen gegeben. Nicht so um eine neue Rutsche – die hatte das Gremium für rund eine halbe Million Euro beschlossen, obwohl die Verwaltung das eigentlich nicht vor hatte.

Ein großer Brocken

„Da stand das Wasser knöchelhoch“, erläutert der Baubürgermeister bei einem Gang durch die unterirdischen Umläufe der Becken. Hier musste aufwendig der Beton saniert und vieles abgedichtet werden. In Risse und Gebäudefugen wurde ein Gel eingepresst, damit drückendes Grundwasser nicht eindringen kann. „Die beschädigten Betonwände, Böden und Decken mussten von Hand freigestemmt und anschließend mit dem Sandstrahler behandelt werden“, weiß der Fachmann. Die angerostete Stahlarmierung wurde ersetzt, der Beton erhielt eine Schutzschicht. Aktuell wird in den unterirdischen Installationsgängen der Becken neuer Estrich eingebaut.

„Die Arbeiten im Untergeschoss waren in Summe bisher sehr erfolgreich: Der undichte und nasse Keller konnte inzwischen weitgehend trocken gelegt werden, sodass dem unterirdischen Neuausbau nichts mehr entgegensteht“, sagt Brenner. „Das wird der größte Brocken“, fügt er hinzu. Gegenwärtig laufen die Planungen für die Erneuerung der Haus- und der Badewassertechnik, der Heizung, der Lüftung, der Sanitärtechnik und der Elektrotechnik. Los gehen diese Arbeiten Ende Mai 2019.

Das Dampfbad bleibt

Umgestaltet ist auch das Warmbecken. Das beginnt nun nicht mehr in der Wärmehalle. Hier wird das ehemalige Becken verfüllt und durch einen sogenannten Wärmestein ersetzt. „Wir sind auch froh, dass das Dampfbad, für das sich der Förderverein stark gemacht hat, bleibt“, sagt Brenner. Gute Nachrichten hat er auch aus Heidenheim, wo beim Hersteller gerade das Edelstahl-Warmbecken produziert wird. Vor Ort in Leonberg wird dieses dann aus größeren, im Werk vorgefertigten Einzelteilen zusammengeschweißt. Diese Arbeiten stehen von Mitte Mai an auf dem Plan.

Mit Betonsägen und Hochdruck-Wasserstrahlen mit bis zu 2500 bar Druck schneiden die Arbeiter gerade die alten Beckenrinnen weg, bevor sie in Stahlbeton neu gegossen werden. Am Erlebnisbecken kann nach diesen Arbeiten Mitte Juni die Beckenmontage beginnen.

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