Leichtathletik Im Zielsprint zum deutschen Meistertitel

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Knappe Sache: Die Gebersheimerin Kira Weis (links) überholt Johanna Uherek auf den letzten Metern. Foto:  

Gerlingen - Das Laufteam der KSG Gerlingen ist drauf und dran, eine Serie zu starten. Im Vorjahr feierte Lucia Arens in der Altersklasse W 15 über 3000 Meter die erste deutsche Meisterschaft für die KSG. Nun ist Kira Weis in ihre Fußstapfen getreten. Die Gebersheimerin bestätigte ihre Favoritenstellung mit der schnellsten gemeldeten Zeit und sicherte sich den Titel in der gleichen Altersklasse in 10:17,15 Minuten.

Von Beginn an setzte sich Kira Weis im schnelleren der beiden Zeitläufe an der Spitze fest. Nach wenigen Runden entzerrte sich das Feld – die KSG-Läuferin blieb vorne dabei und kontrollierte das Rennen gekonnt. Als die Anzeigetafel noch zwei zu absolvierende Runden signalisierte, erhöhte sie das Tempo. Drei Konkurrentinnen konnten folgen, es entwickelte sich ein spannender Vierkampf um die Medaillen. 300 Meter vor Schluss setzte Johanna Uherek (SSC Hanau-Rodenbach) zum Überholen an. Taktisch klug wurde sie vorbeigelassen, jedoch nicht ohne die Verfolgung in ihrem Windschatten aufzunehmen.

Knapper Zieleinlauf

Somit wurde das Rennen im Zielsprint entschieden. Kira Weis mobilisierte noch einmal alle Kräfte und zog wenige Meter vor dem Ziel knapp an der späteren Vizemeisterin vorbei. Ihr Vorsprung betrug etwas mehr als vier Zehntelsekunden. Für Johanna Uherek blieb die Uhr bei 10:17,59 Minuten stehen. Kira Weis verfehlte ihre persönliche Bestzeit von 10:13 Minuten zwar knapp, das spielte angesichts des Titelgewinns aber keine Rolle.

Außer der Gebersheimerin waren im gleichen Lauf drei weitere Athletinnen der KSG Gerlingen am Start. Unter der Leitung von Cheftrainer Ralph Sagasser war das Quartett schon einen Tag vor dem Wettkampf nach Bremen gereist. Die Vorfreude, aber auch eine gewisse Portion Nervosität war den Läuferinnen anzumerken, schließlich feierten sie bei einer deutschen Meisterhaft Premiere. Annika Buser mischte zunächst in der Spitzengruppe mit und blieb dann unter den Verfolgern. In 10:46,91 Minuten stellte sie eine persönliche Bestleistung auf, die ihr den zehnten Rang einbrachte.

Rempeleien im Feld

Luise Eisenmann und Pia Kircher, die ebenfalls im zweiten Zeitlauf am Start waren, reihten sich im Mittelfeld ein. In dem taktisch geführten Rennen wurde Pia Kircher in einige Rempeleien verwickelt, ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Auch sie blieb in 10:55,02 Minuten noch unter der Elf-Minuten-Marke. Damit belegte sie den 19. Gesamtrang. Luise Eisenmann, die sich zu Beginn gut in Szene setzte, hatte ab Kilometer zwei mit Atemproblemen zu kämpfen, lief jedoch tapfer zu Ende. Mehr als 11:26,17 Minuten und der 36. Platz waren jedoch nicht drin.

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