Landtagswahl und Corona Keine Testpflicht für Wahlhelfer

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Solche Szenen wie bei der Landtagswahl 2016 wird es diesmal nicht geben. Auch die Wahlhelfer müssen anderthalb Meter Abstand zueinander halten. Foto: dpa/Wolfram Kastl

Altkreis - Wie kann in der Coronazeit die größtmögliche Sicherheit für die Wahlhelfer garantiert werden, aber auch diejenigen, die ihre Stimme in einem Wahllokal abgeben wollen? Die Stadt- und Ortsverwaltungen, die die Abstimmung zur Landtagswahl am Sonntag, 14. März, vor Ort organisieren, stellt das vor einige Herausforderungen.

Klar ist: Im Wahllokal gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. „Unter anderem besteht in den Wahllokalen Maskenpflicht, die Hände müssen desinfiziert werden, der Zugang zum Wahlraum wird reguliert, jeder erhält einen eigenen Kugelschreiber, es sind entsprechend Plexiglasscheiben aufgestellt und die Wahlnischen werden regelmäßig gereinigt“, fasst es Tom Kleinfeld, der Sprecher der Stadt Leonberg, zusammen. Zudem werden den Wahlhelfern FFP2-Masken von der Stadtverwaltung gestellt.

Ohne Freiwillige geht nichts

In Weil der Stadt werden den Helfern ebenfalls Masken zur Verfügung gestellt. Diese können sich zwischen FFP2 und medizinischen Masken entscheiden. Auch in Ditzingen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Um Wahlen überhaupt durchführen zu können, sind die Kommunalverwaltungen auf Freiwillige angewiesen. „Wir brauchen jede Menge davon“, sagt Jürgen Brändle, der Hauptamtsleiter von Weil der Stadt. „Momentan liegen wir gut im Rennen.“ Ähnlich sieht es auch in Ditzingen aus. „Die Rückmeldungen sind gut, trotz Corona“, sagt Kristina Steiger, die Leiterin Kommunikation und Beteiligung im Ditzinger Rathaus. „Es werden Mitarbeitende der Verwaltung, Mitglieder des Gemeinderates sowie der Ortschaftsräte und Freiwillige aus der Bevölkerung am Wahltag im Einsatz sein.“

In Klassenräumen, Kita-Zimmern oder auch so mancher Ratsstube ging es beim Auszählen in der Vergangenheit durchaus mal kuschlig zu. In Coronazeiten steht dies aber außer Frage. Auch beim Auszählen müssen nun anderthalb Meter Abstand gehalten werden. Zum Teil wurden größere Hallen und Räume als Wahllokale gewählt, zum Teil nur deren Einrichtung angepasst.

Spezielles Angebot für Freiwillige?

Doch was ist mit Coronatests für Wahlhelfer? Ein schwieriges Thema, wie sich auf Nachfrage bei den drei Kommunen herausstellt. Alle betonen, dass die Arbeit als Wahlhelfer freiwillig erfolgt. Demnach gibt es auch keine Pflicht, einen negativen Coronatest vorzulegen. Wäre ein freiwilliges Testangebot eine Alternative? „Wir haben uns mit dem Thema noch nicht beschäftigt. Aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit“, meint Jürgen Brändle von der Weiler Stadtverwaltung dazu.

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Die Stadt Leonberg verweist nur auf ihr Schutzkonzept fürs Wahllokal. Im Kreis Böblingen hat derzeit jeder Bewohner die Möglichkeit, zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Test in einem der fünf Schnelltestzentren machen zu lassen. Diese Regelegung gilt vorerst bis zum 8. März.

In Ditzingen ist man da einen Schritt weiter. „Die Stadt Ditzingen bietet am 13. März für alle an der Wahl beteiligten Helferinnen und Helfer einen freiwilligen Schnelltest an“, teilt Kristina Steiger mit.

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