Kulturforum Rutesheim Gegensätze auf die Spitze treiben

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Die Themen und die Techniken der Werke sind sehr unterschiedlich. Foto: factum/Jürgen Bach

Rutesheim - Arm und reich, gut und böse, groß und klein. Der Alltag hat mannigfaltige Gegensätze parat. Oft beschreiben sie widersprüchliche Situationen, mit denen sich die Menschen auseinandersetzen müssen, um das Beste daraus zu machen, um einen guten Kompromiss zu finden.

Doch Künstlerinnen und Künstler sind mit diesen Sujets alleine, sie dürfen Gegensätze nach Herzenslust auf die Spitze treiben, sie rigoros nebeneinander ins Bild setzen oder das Widersprüchliche künstlerisch miteinander vereinen. Davon handelt auch die aktuelle Kunstausstellung „Gegensätze“ des Kulturforums Rutesheim im örtlichen Rathaus. Coronabedingt musste diesmal leider auf eine klassische Vernissage verzichtet werden.

Gegensatzpaare in der Schau

Abstrakt und gegenständlich, Schwarz und Weiß, glatt und strukturiert – das sind beispielsweise Gegensatzpaare, wie sie in der Schau gezeigt werden. Aber auch andere auffallende Positionen kommen hier zum Zuge wie etwa Optimismus und Pessimismus, Tag und Nacht oder Fläche und Form. Mancher wird ein Motiv entdecken, das auf den ersten Blick etwas rätselhaft erscheint, so wie eine bunte Relief-Collage, oder kontrastierende Gegensätze, die sich zugleich anziehen und abstoßen und solche, die im Auge des Betrachters spannende Momente hervorrufen.

Mitunter werden auch persönliche Belange oder Reiseerinnerungen in künstlerische Formen gekleidet, mal witzig, mal zum Nachdenken anregend. Letzteres zum Beispiel, wenn ein politisch-gesellschaftliches Thema Eingang in die Kunst findet. In jedem Fall laden die Arbeiten der Mitglieder des Kulturforums dazu ein, manche Überraschung aufzuspüren und im Spiel der dargestellten Gegensätze eigene Interpretationen herauszufinden.

Vielfältige Gestaltungsmuster

So vielfältig wie ihre Motive sind gleichfalls die Gestaltungsmuster, die die Besucher hier studieren können. Gouache auf Kraftpapier ist ebenso vertreten wie Linoldruck auf Bütten, Airbrush-, Misch- und raffinierte Mixed-Media-Techniken wechseln sich ab mit Acrylmalereien. Eine Fotoarbeit ist zu sehen sowie ausgesprochen bemerkenswerte Skulpturen aus verschiedenen Materialien.

Auch ohne die übliche Vernissage soll den Besuchern der Kunstgenuss beim Rundgang auf den Galerien des Rathauses nicht getrübt werden. Auf jeden Fall werden sie eine ganze Reihe sehenswerter Arbeiten von 16 Künstlerinnen und Künstlern bewundern können. Dazu wünscht das Kulturforum viel Vergnügen und den Besuchern, dass sie sich von dem Gesehenen inspirieren lassen.

Ihre Werke stellen aus: Astrid Bergmann, Corinna Beutelspacher-Stehle, Bianca Brinner, Anni Fritz, Jutta Horn, Susanne Käfer, Christa Kauffmann, Gerd Kohm, Rosemarie Kurz, Doris Noeske, Sonja Ontrup-Wendel, Klaus Philippin, Uli Riederer, Friederike Strauß, Günter Weber und Dorothee Wiedeck.

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