Kürbisschnitzen in Leonberg Damit sich an Halloween alle schön erschrecken

Von
Welches Motiv darf’s denn sein? Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Der Kürbis ist cool, den nehmen wir. Und darauf möchte ich eine Spinne als Motiv.“ „Auf meinen Kürbis soll ein Gespenst.“ Es ist viel los auf dem Gelände der Strohgäuhalle in ­Höfingen. Das gute Wetter lockt viele ­Familien mit ihren Kindern zum jähr­lichen Kürbisschnitzen, das der Obst- und Gartenbauverein Höfingen nun schon zum zehnten Mal veranstaltet.

„Wir rechnen heute mit ungefähr 200 bis 300 Kürbissen, die geschnitzt werden. Jedes Jahr kommen mehr Eltern mit ihren Kindern und nutzen unser Angebot. Das freut uns wirklich sehr“, erzählt ­Dieter Riedel, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins. Traditionell findet das Kürbisschnitzen am letzten Oktober­wochenende statt. „Also pünktlich zu ­Halloween, sodass man die Kürbisse zur Schau stellen kann“, erzählt Bettina Brösamle, Schriftführerin des Vereins.

Die Kürbisse, welche die typischen Halloween-Kürbisse sind – also ein Zierkürbis – bezieht der Obst- und Gartenbauverein in diesem Jahr von der Gärtnerei Hönes aus Schwieberdingen.

Schablonen sind nicht allzu schwierig

Über mehrere Schritte gelingt der Weg zum perfekt geschnitzten Kürbis: zuerst wird oben ein Loch hineingeschnitten, dass der Kürbis ausgehöhlt werden kann und später auch eine Kerze dort Platz findet. Das Aushöhlen übernehmen allerdings aus Sicherheitsgründen Mitglieder des Vereins. Als nächstes suchen sich die Kinder das Motiv aus; sie können wählen zwischen Motiven für Neulinge, Könner oder Profis. Aber natürlich dürfen sie auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene Ideen einbringen. „Die Schablonen sind natürlich so gewählt, dass es für die Kinder nicht zu schwierig ist und sie am Ende auch ein Erfolgserlebnis haben“, ­erklärt Riedel. Ist das Lieblingsmotiv ­gewählt, wird es an den Kürbis geklebt und die Konturen werden mit einem ­Nagel nachgestochen. Somit kann das eigentliche Schnitzen beginnen. Hierbei helfen ihnen kleine Sägen und Messer oder auch Löffel.

Nachdem die Kinder mit ihrem Werk zufrieden sind, wird es von innen und außen mit Haarspray besprüht, dass der Kürbis länger hält. „In den meisten Fällen kommen die Kinder gut alleine klar. Die Eltern greifen ihnen natürlich unter die Arme, aber viele sind schon so oft da­gewesen, dass sie schon echte Profis im Schnitzen sind“, erklärt Dieter Riedel. „Geht doch mal etwas schief, dann haben wir an jedem Tisch Mitglieder aus unserem Verein, die mit Tat und Rat zur Seite stehen. Bricht zum Beispiel ein Kürbis, wird dieser einfach mit Zahnstochern wieder zusammengesetzt, das sieht von außen keiner“, erklärt der Vorsitzende weiter. Ganz zum Schluss dürfen sich die Kinder auch mit ihrem Meisterwerk fotografieren lassen. „Das Foto kommt dann auf ein Diplom, welches bescheinigt, dass die Kinder heute hier waren und erfolgreich geschnitzt haben. Darauf sind die besonders stolz“, ­erzählt Riedel.

Kürbissupper zur Stärkung

Bis der Kürbis fertig ist und mit nach Hause genommen werden kann, vergeht etwa eine Stunde. Hierbei kommt es natürlich auch darauf an, wie gründlich die Kinder arbeiten. Zur Stärkung nach dem Schnitzen bietet der Verein verschiedene Spezialitäten vom Kürbis an; so gibt es zum Beispiel Kürbissuppe oder Kürbismuffins.

Schon mittlerweile zum neunten Mal dabei ist Daniel. „Inzwischen schnitze ich schon ziemlich viel alleine“, erklärt er stolz. Auch Julian ist nun schon zum fünften Mal dabei. „Dieses Jahr habe ich mich für eine Spinne entschieden, die sieht echt gruselig aus. Wenn die dann auf unserer Terrasse steht, erschrecken sich alle an Halloween“, erzählt der Junge.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen