Kreisimpfzentrum Mönsheim bekommt Sporthalle zurück

Von
Bald dürfen die Mönsheimer zurück in ihre Sporthalle. Foto: Archiv/Jürgen Bach

Enzkreis - Nun schließt auch das Kreisimpfzentrums (KIZ) des Enzkreises in Mönsheim. Seit Januar war das Impfzentrum in der dortigen Appenberg-Sporthalle untergebracht. Seit Donnerstag ist das Gebäude geschlossen, am 1. Oktober beginnt der Abbau. Bereits in zwei Wochen, zum 15. Oktober, soll die Gemeinde die Sporthalle wieder für sich nutzen können.

Für den Bürgermeister von Mönsheim, Thomas Fritsch, und wohl auch für alle Schüler und Vereine ist das eine große Erleichterung. „Einige Gruppen konnten auf alternative Standorte ausweichen“, berichtet der Bürgermeister. Der Schulsport für die Appenberg-Grundschule zum Beispiel wird seit dem Bau des Impfzentrums in der Festhalle ausgeübt, auch die Volleyballer und Tischtennisspieler der örtlichen Vereine fanden in der Festhalle eine Zwischenlösung.

Die Gymnastikgruppe kam in der Alten Kelter unter. Gerade für externe Gruppen wie die VHS oder den Betriebssport von Porsche konnte die Gemeinde aber keine Alternative anbieten. „Und selbst für die anderen waren natürlich alles nur Notlösungen, die Voraussetzungen waren für den Übungsbetrieb nicht ideal“, erklärt Thomas Fritsch. „Wir sind daher sehr froh, dass wir die Halle Mitte Oktober wiederbekommen.“

Der Impfbetrieb beginnt schleppend

Dass die Appenberghalle zum neuen Impfzentrum wird, stand bereits Anfang Dezember 2020 fest. Danach begann der Landkreis umgehend mit dem Herrichten der Halle, der Suche eines geeigneten Teams und weiteren Vorbereitungen. Am 22. Januar wurde das KIZ mit einer einwöchigen Verspätung eröffnet.

Der Impfbetrieb begann zunächst schleppend wegen des Mangels an Impfstoff, berichtet die Pressestelle des Enzkreises. Im Januar ging es los mit rund 1000 Impfungen und 4000 Impfungen im Februar. Im März und April lagen die Zahlen dann bei rund 14 000 Piksern. Der Höchststand wurde im Mai und Juli erreicht, der Kreis verzeichnete jeweils mehr als 20 000 Impfungen.

Danach gingen die Zahlen bis September wieder deutlich bis in den vierstelligen Bereich zurück. Dazu zählen auch Impfungen der mobilen Impfteams, die zum Beispiel in Pflegeheimen unterwegs waren.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Alle News zur Coronapandemie

Mit besonderen Aktionen wurde außerdem versucht, mehr Menschen zu einer Impfung zu bewegen und auch Angebote vor Ort zu schaffen, damit der weite Weg ins Impfzentrum überflüssig wird. Dazu zählen Impfaktionen in den Moscheen in Maulbronn und Mühlacker, ein Impfaktionstag für Pflegedienste, Feuerwehren und Verwaltungsmitarbeiter sowie Impfaktionen in der JVA Heimsheim, die für die Gefangenen deutlich mehr Möglichkeiten im Hinblick auf Besuche von außen und Freizeitgestaltungen bedeuteten.

Impfaktionen in Supermärkten, bei der Tafel Mühlacker sowie am McDonalds in Heimsheim und Niefern schlossen sich an. Wobei diese Aktionen nicht alle über das Kreisimpfzentrum organisiert wurden, sondern zum Teil über das Zentrale Impfzentrum Karlsruhe. Das mobile Impfteam des KIZ stellte Mitte August die Arbeit ein.

Insgesamt wurden im KIZ und über die mobilen Teams mehr als 99 000 Impfungen vorgenommen. Stand 28. September waren es exakt 99 263. 27 Prozent davon entfallen auf die mobilen Teams. Mehr als 60 Prozent der Impfungen (61,5) gingen an Menschen aus dem Enzkreis, knapp acht Prozent kamen aus Pforzheim und 31 Prozent aus anderen Kreisen. Drittimpfungen haben inzwischen auch einige stattgefunden, mehr als 1800 waren es im September.

Die Quote an vollständig geimpften Menschen im Enzkreis liegt aktuell bei 56 Prozent, in Pforzheim bei nicht einmal 51 Prozent. Beide liegen damit unter dem Landesschnitt von knapp 60 Prozent.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen