Kreis Böblingen Diese Wanderungen sind auch im Winter reizvoll

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Frische Luft und Bewegung kommen im Winter oft zu kurz. Im Kreis Böblingen gibt es zahlreiche Wanderungen, die auch bei Kälte Spaß machen. Foto: dpa

Kreis Böblingen - Frostige Temperaturen, Schnee und Eis laden zwar eher zu gemütlichem Entspannen auf dem heimischen Sofa ein, doch im Winter darf die Bewegung an der frischen Luft nicht zu kurz kommen. Raus aus der Stadt, hinein in die Natur heißt es deshalb auch in der dunklen Jahreszeit. Denn Wandern an der frischen Luft ist gesund und macht gute Laune. Sind die Vitamin-D-Speicher wieder aufgefüllt, lässt es sich dann auch mit gutem Gewissen wieder entspannen.

Im Kreis Böblingen gibt es gleich mehrere schöne Wanderwege, die sich auch im Winter lohnen und die mit gutem Schuhwerk selbst bei Schnee zu bewältigen sind. Die Wege sind gepflegt und gut ausgeschildert, wenn auch nicht immer asphaltiert.

Wir haben drei lohenswerte Touren zusammengestellt, die im Winter für Wanderer und Spaziergänger geöffnet sind.

Wanderung entlang des Schönbuchtraufs bei Herrenberg:

Diese Tour bietet atemberaubende Blicke in das idyllisch verschneite Ammertal und führt auf gepflegten Waldwegen am südlichen Schönbuchtrauf entlang. Die Route ist gut beschildert und dauert rund drei Stunden. Wir starten und enden am Waldfriedhof in Herrenberg. Entlang der südlichen Traufkante geht es durch den Wald in Richtung Herrenberg-Kayh. Wer möchte, kann einen Abstecher zum Schönbuchturm machen. Doch bei Schnee oder Eis ist es nicht empfehlenswert, den Aussichtsturm zu erklimmen. Nach wenigen Metern kommen wir an einem weiteren Höhepunkt vorbei: Im Damwildgehege schauen wir den majestätischen Tieren eine Weile zu. Dann machen wir uns auf den Weg zum Rastplatz Jägergarten. Unterhalb der Traufkante laufen wir an Streuobstwiesen vorbei zurück zu unserem Ausgangspunkt am Waldfriedhof. Wanderer können sich im Naturfreundehaus nahe des Schönbuchturms stärken, allerdings hat das Ausflugsrestaurant zwischen 19. Januar und 6. Februar 2019 geschlossen. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten gibt es jedoch auch in Herrenberg.

Pfadfindertour bei Weil der Stadt:

Eine mittelalterliche Stadt, wunderschöne Aussichten und verwunschene Plätze erwarten uns auf der winterlichen Pfadfindertour durch das Heckengäu. Für den Rundwanderweg planen wir etwa zwei Stunden und 50 Minuten ein. Wir beginnen den Rundweg in der Keplerstadt Weil der Stadt am Friedhof. Unser Weg führt uns direkt in das Vogelschutzgebiet Gäulandschaft. Wir laufen entlang der Würm und vorbei an herrlichen Aussichtspunkten über den Mittelberg. Dann erreichen wir das Naturdenkmal Prediktplatz. Um diesen Ort ranken sich zahlreiche Legenden und wir spüren die besondere Atmosphäre. Von hier aus biegen wir rechts ab durch das Schutzgebiet Hofener Löchle und über den Käppelesberg nach Schafhausen. Wer nun schon genug hat, kann mit dem Bus zurück nach Weil der Stadt fahren. Wir wählen den Weg an der Würm entlang zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wer möchte, kann in Weil der Stadt noch eines der vier Museen besuchen – darunter das Keplermuseum – oder sich in einer der Gaststätten stärken.

Herzog-Jäger-Pfad in Waldenbuch:

Der vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg ausgezeichnete Herzog-Jäger-Pfad bietet Wanderfreunden auch im Winter viel Abwechslung und ist gut beschildert. Wir planen viereinhalb Stunden für die mittelschwere Tour ein und müssen 13,7 Kilometer und 230 Höhenmeter bewältigen, doch die Mühen werden belohnt. Wem das zu anstrengend ist, der kann die Strecke auch abkürzen, denn der Weg lässt sich in eine rund sieben Kilometer lange Nord- und eine rund zehn Kilometer lange Südroute unterteilen.

Wir starten am Braunäcker-Parkplatz, der zwischen Waldenbuch und Dettenhausen liegt. Wir sind mit festem Schuhwerk ausgerüstet, denn die Wege können hier bei Schnee oder Regen rutschig sein.

Über den Weinweg geht es los hinunter ins Schaichtal – eines der landschaftlich schönsten Täler des Schönbuchs. Nach einigen Metern gelangen wir über den historischen Hohlweg hinauf zur Blockhütte. Auf dem Weg zum Rastplatz „Am Stern“ führt der Weg vorbei an interaktiven Stationen, an denen wir einiges über das Leben des Herzogs Friedrich I. erfahren. Dieser und andere Herzöge bevorzugten das Gebiet bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Jagdrevier. Daher stammt auch der Name des Pfades. Weiter gehen wir über die Knaupwiesen, die Jungviehweide und über das Streuobstgebiet Braunäcker. Hier erwartet uns ein besonderer Höhepunkt: ein 40 Meter hoher Mammutbaum.

Gasthöfe gibt es auf unserer Tour nicht, bei einem Lebensmittelautomaten am Eichenhof können wir uns aber mit Getränken und Snacks versorgen. Am Ende der Wanderung stärken wir uns in einem der Gasthöfe oder Cafés in Waldenbuch.

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