Kommunalwahl in Renningen Sie möchten mehr Frauen in den Gemeinderat bringen

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Resi Berger-Bäuerle, Yvonne Schmidt-Schwämmle und Rose Marie Fischer (von links) möchten wieder in den Gemeinderat. Foto: privat

Kommunalwahl - Perspektiven von Frauen ergänzen in allen Bereichen die Entscheidungsfindung“, davon ist Resi Berger-Bäuerle überzeugt. Für die Politikerin ist eine Frauenliste für die Wahl zum Renninger Gemeinderat deshalb weiterhin sehr wichtig. „Wie könnte man besser mehr Frauen in den Gemeinderat bringen als über eine reine Frauenliste?“ Die Wählerinitiative Frauen für Renningen, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, hat nun ihre Liste für die Kommunalwahl im Mai vorgelegt. Die drei amtierenden Gemeinderätinnen Resi Berger-Bäuerle, Rose ­Marie Fischer und Yvonne Schmidt-Schwämmle sind wieder dabei. „Wir haben gesagt: Wenn wir wieder antreten, dann ­alle“, erzählt die Spitzenkandidatin Resi Berger-Bäuerle.

Insgesamt finden sich auf der Liste 22 Frauen, von Jahrgang 1951 (Fischer) bis 1998 (Kira Klingel), mit Berufen von Krankenschwester (Schmidt-Schwämmle) über Juristin (Barbara Stahl) bis zur Erzieherin (Monika Heinicke). „Wir sind unheimlich froh, dass wir auch viele junge Frauen ­dabeihaben“, so Berger-Bäuerle.

Mehr Frauen auch auf anderen Listen

Leicht war es nicht, alle Kandidaten ­zusammenzubekommen, erzählt sie. Diese Erfahrung teilen auch andere Parteien und Wählerinitiativen. „Viele haben Angst, gewählt zu werden, Zeit ist da ein ganz großer Faktor.“ Umso glücklicher sei sie, dass sich doch so viele gefunden haben, die die Liste und die Arbeit der Frauen für Renningen durch ihre Kandidatur unterstützen möchten „und die sagen: Es ist wichtig, dass ihr weitermacht“. Doch nicht nur die eigene Liste macht ihr Mut: „Man sieht auch auf den anderen Listen, dass dort viel mehr Frauen vertreten sind und vor allem sehr gute Frauen“, freut sich Berger-Bäuerle.

Die politischen Schwerpunkte der Frauen für Renningen liegen wie bisher beim Erreichen einer kinderfreundlichen und barrierefreien Stadt sowie auf der Integration von Neubürgern in die Gesellschaft. „Die Betreuung von Krippe bis Hort muss verlässlich werden. Da ist noch ein gutes Stück Arbeit notwendig“, findet Resi Berger-Bäuerle. In der Jugendarbeit nennt sie die Einrichtung der Schulsozialarbeit als wichtige Errungenschaft ihrer Fraktion. „Wir sind auf jeden Fall dafür, diese Stellen zu erhalten und bei Bedarf aufzustocken.“

Wohnen im Alter ist ein großes Thema

Ebenso ist das Wohnen im Alter bei den Frauen für Renningen ein großes Thema: „Da arbeiten wir jetzt schon 15 Jahre dran, und wir haben immer noch keine betreute Wohnform in Renningen“, bedauert Resi Berger-Bäuerle. Gerade an diesem Beispiel zeige sich, dass „viele Ziele der Fraktionen recht dicht beieinander liegen. Aber wir sind diejenigen, die vielleicht am vehe­mentesten nachfragen. Beharrlichkeit ist unsere Stärke.“

Wahlliste der Frauen für Renningen (in dieser Reihenfolge): Resi Berger-Bäuerle, Rose Marie Fischer, Yvonne Schmidt-Schwämmle, Lara Schöck, Martina Oberrauch, Kira Klingel, ­Barbara Stahl, Lisa-Marie Grünholz, Andrea ­Samesch, Renate Wezel, Bettina Klingel, Susanne Predel, Kathrin Wörner, Johanna Fischer, Claudia Ebner, Astrid Freese-Sauer, Monika Heinicke, Bettina Witzel-Rögner, Bettina ­Jedynak, Barbara Lauerer, Magdalena Krüger, Nicole Volk

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